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Aktuelle Berichte

09.12.2017Vereinsfest
03.12.2017Sternfahrt zum RV Berlin von 1878
12.11.2017Abrudern
05.11.2017Winterputz
22.10.2017Sternfahrt zur RG Wiking (Rückfahrt)
21.10.2017Sternfahrt zur RG Wiking (Hinfahrt)
06.-08.10.2017Barkenfahrt auf der Oder
17.09.2017Fahrt zum Weißen Schwan
03.09.2017Märkischer Wassersport auf dem Familiensportfest im Olympiapark


Weitere Berichte unter Archiv

09.12.2017: Vereinsfest

von Mario
Am 9. Dezember 2017 fand im vergangenen Jahr unser Vereinsfest statt. Nachdem im Vorfeld unser langjähriges Catering-Unternehmen abgesprungen war, war das Auftreiben einer Ersatzfirma zu unserer großen Freude letztendlich Dank des Handys von Jürgen schnell möglich. Und so konnte am Samstagabend die Feier steigen. Fleißige Hände hatten das Vereinshaus mit einem Weihnachtsbaum sowie einer ansprechenden Tischdekoration versehen. Es fanden sich fast 45 Mitglieder und Begleitpersonen ein, so dass es richtig kuschelig wurde.

Nach den einleitenden Worten des Vorsitzenden durften wir wieder eine musikalische Untermalung durch Agnes und Georg genießen, diesmal ergänzt und unterstützt durch Ricarda. Die klassische Musik stimmte uns auf den wichtigsten Programmpunkt des Abends ein, die Ehrung von Kunibert Lingner für die 50-jährige Mitgliedschaft im Verein. Sowohl die Laudatio durch Harald S., die launigen Ergänzungen aus dem Publikum wie auch die Dankesrede des Jubilars, der den weiten Weg aus dem Süden der Republik zusammen mit seiner Ehefrau bewältigt hat, kamen bei den Gästen gut an. Es ist dem Verein eine Ehre, dass ein Mitglied 50 Jahre diesen begleitet und unterstützt.

An dieser Stelle sei vermerkt, dass zwei weitere Ehrungen wegen des entschuldigten Fehlens der Jubilare nicht durchgeführt werden konnten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Wir werden diese zum gegebenen Zeitpunkt im angemessenen Rahmen nachholen.

Nach einem erneuten musikalischen Intermezzo durfte nach Herzenlust das Buffet geleert werden. Zu dem einen oder anderen geistigen Getränk fanden in kleineren und größeren Gruppen angeregte Gespräche statt. Die Themenvielfalt war groß und die Freude an der Kommunikation ebenfalls. Und nach Erreichen der geistigen wie körperlichen Sättigung konnten wir den Abend in freudiger und zufriedener Stimmung zu einem guten Ende bringen.

Ich freue mich schon auf das kommende Vereinsfest im Winter 2018.


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03.12.2017: Sternfahrt zum RV Berlin von 1878

von Agnes
Am ersten Advent brachen einige unermüdliche Winterruderer auf zur letzten Sternfahrt des Jahres. Es ging durch die Spandauer Schleuse zum Ruderverein Berlin von 1878. Das Wetter war gut, am Ausgang der Havel in Richtung Unterhavel und Wannsee machte uns allerdings eine heftige Brandung Schwierigkeiten. Angekommen im Stößensee wurde es wieder ruhig, und nachdem wir die Warteschleife vor dem Anlegesteg hinter uns hatten, wurden wir herzlich mit „Lebkuchenorden“ empfangen.
Im Bootshaus folgte der gemütliche Teil mit Glühwein, Bier und Eintopf (bzw. Kakao und Kuchen).
Vor Einbruch der Dunkelheit waren alle wieder wohlbehalten in Haselhorst.

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12.11.2017: Abrudern

von Angelika
Was das Rudern angeht, sind wir schon ein ziemlich aktiver Haufen – immerhin haben sich 26 MWer morgens bei 4° im Verein eingefunden, um die Ausfahrt zum Abrudern mitzumachen. Häuptling, unser Chef, hatte "Rücken", und so hat seine Vertretung Mario die Einteilung bekannt gegeben und die Mannschaften aufs Wasser gebracht.

Spätestens um 12.30 Uhr sollten wir bei Saffonia anlegen, nachdem wir mehr oder weniger weit gerudert sind. Alle Boote haben aber mindestens Niederneuendorfer See Ende geschafft und trudelten einer nach dem anderen bei Saffo ein. Alle halfen irgendwie beim Boottragen, so dass unsere "Armada" schnell das Gelände füllte.
Im Gasthaus saßen wir pünktlich mit bereitgehaltenem Besteck, wie uns "befohlen" wurde. Aber die Bedienung kam schon mit den Getränken nicht ganz hinterher. Und obwohl wir und unsere Essenswünsche angemeldet waren, dauerte es eine Dreiviertelstunde, ehe die ersten etwas Essbares vor sich hatten. Das Essen selbst ging so, Preis und Leistung standen aber in keinem Verhältnis zueinander.
Wir saßen verteilt an drei Tischen, wovon eins nicht der "Katzentisch", sondern der "Gänsetisch" war (der bestellte Gänsebraten und seine Zutaten sollte nur an einem Tisch serviert werden).
Das Bezahlen dauerte dann auch noch mal über eine halbe Stunde, so dass sich das letzte Boot erst um 15.00 Uhr auf den Heimweg machen konnte, nachdem auch die vermisste Flagge wiedergefunden wurde. Das alles konnte aber erst dann starten, nachdem noch ein Gruppenfoto, auch mit den Nicht-Ruderern Rena und Häuptling, geschossen wurde.

Zuhause wurden die Boote schnell auf ihre Lager verteilt, und einer nach dem anderen verließ die gastliche Stätte, so dass zum von Rena vorbereiteten Kaffeetrinken nur noch 10 Personen anwesend waren – schade.
Trotzdem war es ein schöner Tag, zumal uns auch Petrus nicht das Wetter vom Vortag servierte, sondern auch ein wenig Sonnenschein übrig hatte. Vielen Dank an alle Beteiligten!


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05.11.2017: Winterputz

von Kristin und Stefan
Am Sonntagmorgen, den 05.11, nahmen wir nicht unsere Skulls, sondern Spaten, Rechen und Kettensäge in die Hand, um das Vereinsgelände winterfest zu machen.
Auch der Wettergott war gnädig mit uns: Bei bedecktem Himmel werkelten ca. 70 fleißige Hände an sämtlichen Ecken und Enden in und um unser Bootshaus herum. Geregnet hat es zum Glück erst, als die Arbeit vollbracht war.
Herbstlaub wurde zusammengerecht, Beete von Moos und Unkraut befreit, frisch gesiebter Kompost auf Rasen und Beete verteilt, der Bootsanhänger auf Vordermann gebracht, Wasser in den Umkleideräumen abgestellt, Löcher gebuddelt, Leitungen entleert, Terrassenmöbel weggeräumt ,… Ja, es gab für alle genug zu tun!

Auch wurden Büsche und Bäume (sehr stark) gestutzt und in Form gebracht, damit Angelika, die wieder an alter Wirkungsstelle angetreten war, genug zum Häckseln hatte. Durch diese Aktion wurde das Sichtfeld zu unserem Nachbarverein vergrößert, der das rege Treiben im Nebengarten beobachtete und uns somit von Anfang bis Ende moralisch beistand. ☺
Im Haus glühten – nicht nur in alter Gewohnheit – Renas Stricknadeln; nein, auch Putzlappen und Mob fanden ihren Einsatz, während Heike fleißig unter Georgs Anweisung das Risotto rührte.

Kurz nach 13.00 Uhr läutete die Essensglocke, sodass alle Geräte schnell ausgeschaltet sowie Harke und Co beiseitegelegt wurden, um sich hungrig im Clubhaus zu versammeln.
Uns wurde ein köstliches „Risotto ai funghi porcini“ serviert, das allen wirklich sehr gut schmeckte. Am Tisch konnte man schon die Fortschritte und Veränderungen im Garten bemerken: Kommt da nicht viel mehr Licht durch die große Fensterfront?

Nach dem leckeren Essen ging es gut gestärkt zu einer zweiten Runde raus an die Arbeit. Gegen 15.30 Uhr wurde die Mannschaft erneut zusammengetrommelt: Kaffee und Kuchen standen schon auf dem Tisch bereit und auch die Borkenschokolade wartete auf Naschkatzen.

Auch wenn an diesem Tag viel geputzt und gesäubert wurde, bleibt noch genug Arbeit, um in den letzten Wochen des Jahres das Arbeitsstundenkonto zu füllen. Nach unserem ersten Einsatz beim MW können wir bestätigen: Arbeit kann – vor allem, wenn man sie gemeinsam bestreitet – durchaus auch Spaß machen! ☺
In diesem Sinne: Bis zum Frühjahrsputz!

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22.10.20.17: Sternfahrt zur RG Wiking (Rückfahrt)

von Ute
… gar nicht so einfach zu finden, die Rudergemeinschaft an der Haarlemer Straße, wenn man ohne Nawi und mit den Öffentlichen unterwegs ist. Die Fahrt bis zur U-Bahn Station Blaschkoallee ist lang, daran schließt noch ein Fußweg durch ein Industriegebiet an … aber zum Glück kam ich doch gerade noch rechtzeitig an. Eine lange Reihe von Booten aller Größen und Farben wurde zu Wasser gebracht, ein trubeliges, aber zielstrebiges Treiben auf den Wiesen und am Bootssteg und die vielen noch müden Gesichter verrieten es: Der Abend der 55. Sternfahrt war wohl für manche recht lang gewesen. Um so dankbarer konnte man beim prüfenden Blick zum Himmel sein: kaum eine Wolke und strahlendes Blau verhießen eine Fahrt bei angenehmer Temperatur und schönstem Herbstwetter. Für mich als skeptischem Neuling war diese Wetterlage denn doch ein Trost, hatte ich mich doch schon einige Male in den Tagen davor gefragt, wie man wohl eine 32 km lange Strecke bei Nieselregen und Wind übersteht. Diese Frage kann ich erfreulicherweise noch nicht beantworten, aber einige andere Fragen zum Erlebnis „Ruderfahrt im Stadtgebiet“ lassen sich nun beantworten.

Gleich vorneweg gesagt: Die ansonsten recht gut vertraute Stadt aus dieser Perspektive zu erleben, ist einfach grandios und oft ergibt sich der Eindruck, etwas ganz Neues zu sehen. Wie viel breiter ist doch die Spree, wenn man mit dem schmalen Boot an Stralau und Treptow vorbei zieht, wie weit spannen sich die Brücken über diesen Fluss und unter dem weiten Himmel wirken selbst die monumentalen Türme der Rummelsburger Industrieanlage wie Spielzeug. Dieses Panorama im Ostteil Berlins beeindruckt, obwohl wir von unserem „Revier“ auf der Havel wahrlich auch großzügig bedacht sind. Kurz vor der Oberbaumbrücke bogen wir in den Landwehrkanal, passierten nach einiger Wartezeit mit ein paar anderen Ruderbooten die Schleuse und setzten die Fahrt bis zum Urban-Krankenhaus fort. Dort gab es die erste Pause in der Cafeteria des Krankenhauses, sicherlich ein skuriler Anblick, als sieben „Märker“ mit sportlicher Montur durch die Krankenhausgänge stapften.

Gestärkt ging es nach einer halben Stunde weiter vorbei am Europäischen Patentamt, quasi unter dem Rosinenbomber am Technik-Museum hindurch, vorbei an Verteidigungsministerium, Bauhausarchiv und Neuer Nationalgalerie zum nächsten Etappenziel, der Tiergartenschleuse, wo wir mit Booten verschiedener Rudervereine nach einiger Wartezeit durchgeschleust wurden. Noch vor dem Charlottenburg Schloss endet der Landwehrkanal. Wir bogen wieder in die Spree ein, hielten noch einmal kurz auf einer Wiese Rast, um uns mit den KollegInnen aus dem anderen Märker-Boot abzustimmen, welche Route wir nehmen wollten. Da die Entscheidung schnell gefunden war, dauerte diese zweite Pause nicht lange. Weiter ging es am Charlottenburger Schloss vorbei und in einer scharfen Kurve auf die Charlottenburger Schleuse zu. Inzwischen war die Zahl der Boote, die geschleust werden wollten, beträchtlich angewachsen; wir mussten längere Zeit warten und es wurde deutlich kühler, der Nachmittag neigte sich. Der Streckenabschnitt, der nun folgte, war mit Abstand der am wenigsten attraktive, nach meinem Empfinden schien das schnurgerade Stück entlang dem Ruhlebener Kraftwerk, Lagerhalden und Kleinkolonien gar kein Ende nehmen zu wollen und so spürte ich zum ersten Mal an diesem Tag Erschöpfung, mürbe gewordenes Sitzfleisch und eine schwächelnde Konzentration. Doch der verbleibende Rest der Strecke war nun überschaubar und bald waren wir im vertrauten Rudergebiet, Spandauer Schleuse und das Umsetzen, vorbei an den drei Brücken und schon bogen wir in die Zielgerade, „unseren“ Kanal, ein.
Gegen 17 Uhr legten wir am Steg an, ein wunderbarer Tag, ein schönes Erlebnis war damit zu Ende.

Der aufmerksame Leser wird sich nun fragen: Welche Fragen haben sich beantwortet? Tja, die wichtigste – für mich – war ja: Würde ich diese lange Tour denn überhaupt schaffen? Die Antwort ist jetzt bekannt und ergänzt mit der Erkenntnis, dass die Kurzweil des spektakulären Sightseeings alle Zipperlein übertönt hat. Eine andere Frage betraf die Zusammenhänge der städtischen Wasserwege. Darüber erhält man an diesem Tag ausgiebige Anschauungen und blickt am Ende auf die Geografie dieser Stadt mit ihren langen Wasserwegen mit anderen Augen. Und last but not least: Die nette Gesellschaft bestand aus Beate, Jorita und Franzi, Georg, Sabahittin, Jürgen und Häuptling.


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21.10.2017: Sternfahrt zur RG Wiking (Hinfahrt) vom Nordwesten in den Südosten Berlins

von Susanne
Georg machte mich Wochen vorher auf diese Ausfahrt aufmerksam und schwärmte davon, wie schön diese sei. Vor allen Dingen, weil sie quer durch Berlin führt. Das ist das, was mich am meisten reizte, daran teilzunehmen und habe dabei völlig außer Acht zu lassen, um welche Strecke es sich handelt. Je näher der Termin rückte, inzwischen war mir die Länge bewusst, bekam ich mehr und mehr Respekt. Aber kneifen ging nicht mehr und wollte ich auch nicht. Ein Großteil der Strecke war mir von Spaziergängen und Fahrradfahren bekannt und ich war zu neugierig, wie dies wohl alles vom Wasser aus aussieht.

Das Schwierigste der Strecke, so sagte Häuptling bevor es los ging, sind die Schleusen. Es werden viele Boote auf dem Wasser sein, d. h. auch viel Verkehr vor und in den Schleusen. Mit Wartezeiten von bis zu einer Stunde könnten wir rechnen. Das kam glücklicherweise ganz anders. Zweimal mussten wir ein wenig warten, wobei ich für die „Zwangspause“ an der Oberschleuse ganz dankbar war.
Berlin zeigte sich für mich am Anfang der Tour auf eine völlig neue Weise. Viel Industrie, eine Müllverbrennungsanlage und irgendwann rechts der Park von Schloss Charlottenburg und wir waren mitten drin. Der Landwehrkanal durch den Tiergarten und weiter zur Oberschleuse war recht entspannt und gehörte für mich zu den Highlights. Spannend fand ich es hinter der Oberschleuse wieder zurück auf die Spree zu kommen, welche im Gegensatz zum Landwehrkanal ja deutlich breiter ist. Der Blick auf die Stadt öffnet sich plötzlich, wurde fast weitläufig. Auf dem letzten Stück ist mir auch wieder aufgefallen, wie schnell sich dieser Stadtteil verändert. Da, wo vor ein paar Jahren noch Brache war, stehen heute Wohnhäuser – viel Luxus, direkt am Wasser.

Irgendwann nach der Oberschleuse schwanden mir ganz langsam die Kräfte. Mein rechter Unterarm tat weh, was zum Glück die einzige Malaise war und ich war heilfroh, als wir bei der RG Wiking ankamen und irgendwann beim Getränk gemütlich auf der Bank saßen.

Die Fahrt möchte ich auf keinen Fall missen, es war eine schöne Herausforderung und eine tolle Tour.


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06.-08.10.2017: Barkenfahrt auf der Oder

von Angelika
Schon die Anreise nach Lebus war schwierig. Der Teil, der sich beim RC Tegelort treffen wollte (Christian, Eva vom BRK Brandenburgia, Jürgen, Harald S. und ich), um die Barke anzuhängen, war einfach. Der andere, der per Bahn von Braunschweig nach Berlin (Marlen, Henriette und Jos vom RK Braunschweig und Jorita) und dann weiter nach Lebus (mit Häuptling und Georg) fahren wollte, nicht mehr, da wegen der Sturmschäden keine Bahnen fuhren. So wurde schnell umdisponiert und mit dem Auto von Jorita die erste Fahrtstrecke und mit Häuptlings Auto die zweite bewältigt. Den Hänger haben wir in Lebus auf einem hängerfreundlichen Parkplatz abgestellt, sind mit dem Auto weiter durch Wildnis zum Quartier (Naturerlebnisstätte Oderberge-Lebus) gefahren und haben uns schließlich im Restaurant mit den anderen getroffen und die erste gemeinsame Mahlzeit eingenommen. Der Abend ging schnell zu Ende, da für den nächsten Morgen das Frühstück für 7.00 Uhr (also für einen Samstag zu nachtschlafender Zeit) geplant war.

Beim Frühstück wurde noch schnell geklärt, ob Kassler vom Schwein ist. Weitere Fragen konnten nicht beantwortet werden, da man „morgens nicht denken kann“. Anschließend fuhren wir mit dem Hänger und einem Shuttledienst vom Quartier eine endlos lange Umleitung nach Ratzdorf, nachdem sich ein Auto, das in die Nähe des heutigen Etappenziels gebracht werden sollte, erst die Umgebung auf dem Oderberg ansehen musste … Zum Glück konnten wir den Fahrtenleiter davon überzeugen, nicht mit 11 Personen in der Barke zu sitzen und damit abends die Fahrtortur nochmals durchzumachen, sondern den Hänger durch einen Streckendienst gleich wieder mitzunehmen. Vorher allerdings mussten wir das Schiff bei Regen mit Auslegern versehen und ins Wasser lassen, was relativ schnell ging.

Die Ruderer setzten sich gegen 10.30 Uhr in Bewegung, Christian und ich übernahmen den Streckendienst. Am Ort der Mittagsrast habe ich gelernt, dass Verbotsschilder für das Befahren des Uferstreifens nur für andere gelten und nicht für uns, weil wir beim Warten im warmen Auto sitzen wollten. Immerhin haben wir den Hänger auf der Straße abgestellt und nicht auch noch mit zum Wasser genommen. Die Ruderer ließen auf sich warten. Wie wir nachher erfahren haben, hatten sie auf der ca. 23 km langen Strecke mehrere Schwierigkeiten zu bewältigen: Jorita zog zu kräftig, so dass der Ausleger gebrochen ist; Mehrere Rollsitze haben das Gewicht der Ruderer nicht ausgehalten und mussten ausgetauscht werden; Eine Barke ist nicht gerade das schnellste Ruderboot, schon gar nicht bei Gegenwind.
Im Gasthof kamen wir also über eine Stunde später an als angemeldet, wurden aber trotzdem schnell bewirtet, um mit dem Austausch von zwei Personen schnell die zweite Tagesetappe („nur“ noch 27 km) in Angriff nehmen zu können. Der Wind (natürlich von vorn) frischte auf, trotzdem kamen wir irgendwann in Lebus an.

Zum Anlegen hat dann ein gestandener (oder stehender?) Steuermann das Steuer übernommen, war jedoch leider in der falschen Bucht gelandet und beim Umfahren der nächsten Buhne zu eng um diese gefahren. Das Steuer, das wesentlich tiefer liegt als die Barke, mochte die Untiefe gar nicht und brach ab. Dieses haben wir schnell eingesammelt und festgestellt, dass das Ziehen an der Leine nun keine Wirkung mehr zeigt und wir folglich nur mit Kommandos angelegen konnten.

Gegen 18.00 Uhr waren wir im Quartier und haben auf der kurzen Autofahrt schon provisorische Reparaturideen entwickelt. Harald wollte diese umsetzen, jedoch hat sich der Quartierchef die Reparatur nicht nehmen lassen. Ganz nebenbei bemerkt hatten die Hängerfahrer unterwegs ein Fotoshooting, da man mit dem Barkenhänger besser nicht zu stark bremsen sollte, wenn plötzlich(!) ein 60er Schild auftaucht. Zum Abendessen war das Steuer wieder benutzbar, das Kassler mittlerweile zum Goulasch mutiert und alle glücklich(?), dass die Fahrt am nächsten Morgen weitergehen konnte.

Es war Sonntag, es gab also ein Frühstücksei. Außerdem durften wir eine Stunde länger schlafen. Der Himmel zeigte sich von seiner besseren Seite, so dass die ähnlich große erste Tagesetappe bis zum Mittagsziel problemlos verlief. Nur der Steuermann nörgelte bereits nach 500 m, ihm sei langweilig und ob wir endlich da wären …
Der Streckendienst hatte eine Buhne zum Anlegen ausgesucht, die die versprochenen nassen Füße wegließ. Im Gasthaus gab es wegen der Beseitigung der Stumschäden keinen Strom, Essen konnten wir trotzdem bestellen, da zum Glück auf einem Gasherd gekocht wurde. Scheinbar war aber nur eine Pfanne vorhanden, da die Gerichte einzeln im 5-Minuten-Takt am Tisch ankamen. Dementsprechend lange dauerte die Pause, ehe wir um 14.30 Uhr wieder im Boot sitzen konnten. Jetzt zeigte sich die Barke von ihrer unfreundlichsten Seite: Der Gegenwind und damit die Wellen auf der über 10 km langen Geraden waren so stark, dass wir kräftig ziehen mussten. Das kurze Anlegemanöver zwischendurch flussaufwärts(!) war dagegen fast ohne Kraft möglich. Glücklich erreichten wir (nach erneutem Rollsitzdefekt kurz vor dem Ziel) nach insgeamt 103 km den Fähranleger, der die Fahrt beenden sollte. Wir waren so spät dran, dass die Fähre nicht mehr fuhr und wir die Barke ohne Zeitdruck auf den Hänger hieven konnten.

Nach dem Verstauen der Ausleger und Rollsitze folgten noch ein kurzes Putzen und dann die Heimfahrt nach Berlin und weiter nach Braunschweig bzw. nach Tegelort. Die Barke konnten wir nicht übergeben und stellten sie nur vor dem Grundstück ab. Dafür war ein erneutes Treffen am Montag fällig, wobei wir auch unsere diversen Missgeschicke beichten mussten.

Auf jeden Fall haben mehrere Fahrtenteilnehmer festgestellt, dass diese Barke nicht zu unseren Freunden gehört und wir das nächste Mal einen großen Bogen um eine Anmeldeliste zu solcher Fahrt machen werden. Das hat nichts mit der gelungenen Organisation zu tun, für die ich Häuptling ein großes Dankeschön ausspreche. Ein ebenso großer Dank geht an Christian, der sein Auto für das Ziehen des Hängers zur Verfügung gestellt und die Strapazen auf sich genommen hat, und natürlich an alle Mitfahrer.
Bis zur nächsten Barkenfahrt ohne Barke!


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17.09.2017: Fahrt zum Weißen Schwan

von Michael
Am 17.09. um kurz nach 10 Uhr war es soweit. Unsere Wanderrudertour sollte uns bei herrlichem Kaiserwetter zum 15 km entfernten Gasthaus zum Weißen Schwan führen und natürlich auch wieder zurück. Hierzu wurden wir, also Ute, Dieter, Andreas, Georg und ich freundlicherweise von Maris Stella ge- und ertragen. Ich unterschied auf der Tour die Streckenabschnitte, die ich schon kannte, von denen, die mir noch neu waren. Bisher hörte nämlich für mich die alte Welt am nördlichen Horizont hinter Saffonia auf. Irgendwo da draußen, so dachte ich immer, musste doch auch die Berlin-Brandenburgische Grenze und damals die innerdeutsche Grenze verlaufen sein. Spätestens als wir bei einer Pause auf Kameraden des BRK Brandenburgia trafen, kreisten meine Gedanken schon wieder um die deutsche Teilung... Da passte es doch gut, dass Dieter von einem Ruderausflug erzählte, der mindestens 27 Jahre her sein musste und in einer Zeit lag, wo noch nicht oder nicht mehr klar war, ob man mit Ruderbooten einfach über die Grenze durfte. Man habe damals den Hafen Velten angesteuert und wollte dort in einem Restaurant speisen, hatte aber natürlich nur D-Mark in der Tasche. Den Rest der Geschichte wird Euch Dieter sicherlich mal selbst zum Besten geben... 

Überhaupt ist für mich doch immer wieder erstaunlich, wie kommunikativ es auf so einem Boot zugehen kann, obwohl man sich gerade als Anfänger doch sehr auf seine Bewegung konzentrieren muss, gegen die Fahrtrichtung hintereinander sitzt und nur als Steuermann in den Genuss kommt, in Gesichter zu schauen, deren Ausdruck irgendwo zwischen tiefenentspannter Versunkenheit und großer Anstrengung liegt.
Auf dem Hinweg gab es trotz des sonnigen Wetters kaum Motorboote, was sich auf dem Rückweg dann leider ändern sollte. Weil wir die 30 km knacken wollten, fuhren wir auf Georgs Wunsch am Weißen Schwan vorbei und noch unter der Autobahnbrücke Hohenschöpping hindurch. Vor Ort erwartete uns ein toller Biergarten vor einem sehr alten und schönen Landgasthaus. Für uns hatte man eigens einen Tisch hergerichtet, an dem über 20 Personen Platz finden sollten. 
Wir wurden freundlich bedient, zum Glück hatte Mario die Bestellliste dabei und konnte Unsicherheiten ausräumen, so dass zwei Nackensteaks den Rückweg zur Küche ansteuern mussten.  Wir aber bekamen allerlei Leckerbissen, darunter auch Matjes mit Bratkartoffeln, die dann auf dem Rückweg an Bord für Diskussionen sorgen sollten, wer denn nun weitersteuere, da sich die Heringe kurz vor Saffonia möglicherweise auch durch die Wellen der vielen Motorboote bei mehreren Insassen meldeten. Schließlich war das geklärt und wir setzten die Rückreise fort. Gegen kurz nach 16 Uhr waren alle wieder zurück und freuten sich auf eine gute Tasse Kaffee. 

Nachtrag zum Gasthaus zum Weißen Schwan: Das Gasthaus ist seit 1830 in Privatbesitz und wird seit der 5. Generation von der Familie Schaarschmidt geführt. Der Bau, vor dem wir einkehrten, wurde 1892 errichtet. Im 19. Jh. versorgte die Gaststätte an der Havel Schiffer und Flößer mit Lebensmitteln aus eigener Landwirtschaft und Brotbäckerei.


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03.09.2017: Märkischer Wassersport auf dem Familiensportfest im Olympiapark

von Christian
Dieses Jahr hat der Märkische Wassersport die Deutsche Jugendkraft am Stand im Olympiapark unterstützt.
Neben Tischtennis, Zielwerfen und Geschicklichkeitsspielen konnten sich interessierte Besucher am Stand der DJK auf einem unserer Ruderergometer versuchen.
Die Betreuung übernahmen Klaus, Sabahittin, Clara, Mario und Christian. Unser Ergo wurde hauptsächlich von Kindern genutzt.
Es gelang uns nicht, Erwachsene auf das Ergo zu locken, mit zwei Ausnahmen, von denen Ihr eine oben im Bild seht. Bei den glücklichen Kindergesichtern und den interessierten Eltern sollten wir beim nächsten Mal ein Ergometer für Kinder und eins für Eltern aufbauen.

Danke an alle, die geholfen haben.


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