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Aktuelle Berichte

16.06.2018Grillfest
10.-13.05.2018"Kleine Wanderfahrt" auf dem Rhein
04.-06.05.2018Wesermarathon mit dem VFSR
28.04.-01.05.2018Vorausabteilung Rhein
22. und 29.04.2018Tage der offenen Tür
25.03.2018Anrudern
04.03.2018Frühjahrsputz
24./25.02.2018Obmann-Lehrgang (2. Variante)
24./25.02.2018Obmann-Lehrgang (1. Variante)
20.01.2018Kaminabend
09.12.2017Vereinsfest
03.12.2017Sternfahrt zum RV Berlin von 1878
12.11.2017Abrudern
05.11.2017Winterputz
22.10.2017Sternfahrt zur RG Wiking (Rückfahrt)
21.10.2017Sternfahrt zur RG Wiking (Hinfahrt)
06.-08.10.2017Barkenfahrt auf der Oder
17.09.2017Fahrt zum Weißen Schwan
03.09.2017Märkischer Wassersport auf dem Familiensportfest im Olympiapark


Weitere Berichte unter Archiv

16.06.2018: Sonne, Luft, Wasser und Fleisch - Grillfest

von Jacqueline
An einem wundersonnigen Samstag Nachmittag haben wir uns im Verein zum Grillen getroffen. Nadja brachte ihre Slackline mit und bis zum Angrillen lief es bei ihr und der tapferen Luisa schon sehr gut mit dem Überqueren der ganzen Strecke. Zumindest ein-/zweimal haben die beiden es geschafft. Andere Freiwillige haben es zwar nicht soweit gebracht, dafür konnten bei einer Runde Volleyball andere Talente bewiesen werden. Für die Zuschauer gab es Kaffee und Kuchen, sodass rundum alle zufrieden waren.

Nach soviel Konzentration war eine Erfrischung nötig: Gesagt, getan haben sich einige in den Kanal gestürzt. Dabei wurde munter eine Frisbee hin und her geworfen, die zum Glück auch schwimmfähig war, andernfalls hätte sie die noch verbesserungsfähigen Wurf- und Fangfähigkeiten der Beteiligten wohl nicht überlebt. Auch das möglichst spritzarme Springen vom Steg wurde geübt, damit Katja trocken blieb und uns so weiter die Frisbee, die hin und wieder an Land landete, zurück werfen konnte.

Nachdem alle wieder an Land und trocken waren, machte sich auch der Hunger bemerkbar. Je näher der Uhrzeiger sich 18:00h näherte, desto lauter wurden die Rufe (insbesondere von Angelika), dass der Grill doch endlich anzuzünden sei.
Nach einigem Hin- und Her, ob man nicht doch noch warten solle, bis alle, die sich angekündigt hatten, auch da seien, wurde dies auch gemacht.
In der Zwischenzeit war drinnen ein riesiges Buffet aufgebaut worden, woran man sich alleine schon sattessen konnte. Statt weniger zu werden wuchs das Buffet im Laufe des Abends sogar noch an, als die Nachkömmlinge nach und nach eintrafen.

Die Grillmeister und -meisterinnen wechselten sich ab, sodass alle zum Essen kamen. Zu Grillen gab es wie immer viel zu viel und danach waren die Bäuche gut gefüllt.
Zum Nachtisch gab es noch eine Runde Nostalgie, als Katja und Angelika die Fotobücher aus den letzten Jahren und Jahrzehnten heraussuchten. Luisa war besonders gut darin, ihren Papa auf allen Fotos zu identifizieren, auch wenn nur der Hinterkopf zu sehen war.
Somit konnten abends alle gut gesättigt und gut gelaunt nach Hause fahren, aber nicht zu spät, am nächsten Tag musste ja wieder gerudert werden!

Die Beteiligten sind sich sicher einig, dass das gemeinsame Grillen gerne wiederholt werden kann.

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10.-13.05.2018: "Kleine Wanderfahrt" auf dem Rhein

Tag 1: Do, 10.05.2018: Worms - Oppenheim (36 km)
(von Katja)
Auf der Wanderfahrt im Juni 2017 von Lindow nach Berlin haben uns zwei Kölner Ruderer begleitet und die brandenburgischen bzw. Berliner Gewässer etwas kennengelernt. Quasi im Austausch dafür nahmen 10 MWer über das verlängerte Himmelfahrts-Wochenende an einer Wanderfahrt auf dem Rhein von Worms nach Köln teil, die Christoph E. aus Köln organisiert hat. Schon Mal an dieser Stelle herzlichen Dank für die tolle Fahrt an Christoph und seinen "Vermittler" Harald S.

Es trafen sich also an Himmelfahrt 9 (mehr oder weniger) muntere MWer (Harald S., Angelika, Nadja, Jürgen, Mario, Agnes, Birgit, Uwe, Katja) am Bahnhof in Spandau, um den Zug um 04:46 Uhr Richtung Mannheim zu nehmen. Unsere "auswärtige" Jorita hatte Glück und konnte etwas länger schlafen, sie stieg unterwegs zu.

Unter dem Motto "Es ist schöner zu reisen, als das Ziel zu erreichen – Die Deutsche Bahn" stellten wir an unserem Umstiegs-Bahnhof Mannheim beim Erreichen von Gleis 11 fest, dass unser Zug heute von Gleis 1 fahren sollte. Wir wechselten also den Bahnsteig und warteten geduldig auf unseren auf der Anzeige von Gleis 1 als pünktlich angezeigten Zug. Quasi zum geplanten Abfahrtszeitpunkt ertönte die Durchsage, dass unser Zug auf Gleis 11 zur Abfahrt bereit stünde. So kam es, dass wir die erste Sporteinheit des Tages bereits um 9:45 Uhr auf dem Mannheimer Bahnhof hinter uns gebracht hatten.

Letztlich kamen wir aber ganz pünktlich in Worms an und trafen dort nach einem kurzen Fußweg auf unsere 7 Kölner Mitruderer (Christoph, Moni, Daniel, Ulli, Elke, Thomas und Christian), die bereits drei Vierer startklar gemacht hatten. Nachdem unser Gepäck im Auto des Landdienstes verstaut worden war, legten wir bei anfangs leichtem Nieselregen die ersten Ruderkilometer entlang eines eher unspektakulären Streckenabschnitts in der Strömung des Rheins zurück.

In Oppenheim angekommen erwartete uns ein im Kofferraum des Begleit-Autos vom Landdienst aufgebautes "Buffet", an dem wir uns hungrig und dankbar bedienten.

Nach etwas verspätetem Eintreffen des letzten Bootes startete das auf den Nachmittag des Himmelfahrt-Tages komprimierte gesamte Kulturprogramm unserer Wanderfahrt:
Zunächst erhielten wir eine Führung durch das Oppenheimer Keller-Labyrinth, um im Anschluss mit einem von einem Traktor gezogenen Planwagen durch die Weinberge zu fahren.

Währenddessen durften wir die ersten Weine bzw. Traubensaft zusammen mit Brezeln verkosten, um uns in der Pause mit Kaffee und Kuchen zu stärken. Nach einem Abstecher ins Hotel zum Erfrischen ging es auf den familiengeführten Paulinen-Hof zum Grillen und zur eigens für uns durchgeführten Wein-Verkostung. Wir lernten dabei, wie Cuvée zustande kommt (nämlich aus den gesammelten Restproben der verschiedenen probierten Weinsorten ;-) und wie man in vier Schritten Wein mit Schokolade genießt (1. Wein trinken – 2. Schokolade zerkauen – 3. einen Schluck Wein dazu und mit der Schokolade im Mund mischen – 4. Wein und Schokolade gemeinsam schlucken) und dabei vier verschiedene Geschmacksempfindungen nachvollzieht. Und obwohl bereits der Weinhändler selbst zugab, dass diese Geschmacksempfindungen am ehesten situativ gebunden (also in unserem Fall an das Grillen in der Scheune des Paulinen-Hofs) seien, ging seine Verkaufsstrategie letzten Endes auf und etwa 30 Flaschen Wein bzw. Traubensaft fanden den Weg nach Berlin bzw. Braunschweig.

Abends ging es dann mit dem Auto zurück ins 2,5 km entfernte Hotel, wo wir feststellen mussten, dass Mario, der wegen seiner Schmerzen dort geblieben war, nicht mehr da war, da er eine Rettungsstelle aufgesucht hatte, um sich "einrenken" zu lassen. Er traf dann mit der Hoffnung auf eine Besserung der Schmerzen kurz nach uns auch wieder im Hotel ein. So ging der erste Tag, nachdem alle fehlenden Zimmerpartner ohne Zimmerschlüssel wieder eingetroffen waren (auch das aufgrund von schlechter Kommunikation leider einmal überflüssig gefahrene Auto-Shuttle-Duo Agnes und Harald – trotzdem danke), schließlich zu Ende.

Tag 2: Fr, 11.05.2018: Oppenheim - St. Goar (75 km)
(von Angelika)
Nach einem Frühstück zu humaner Zeit machten wir uns auf den Weg zu den Booten. Da diese 25 km entfernt waren, planten wir, den Transport im 3-Shuttle-Service durchzuführen. Bei der ersten Fuhre (die starken und kräftigen Männer) war Christophs Auto mit 7 Personen voll. Während der Fahrer (Christian) die zweite Gruppe holte, brachten die Männer schon mal alle Boote zu Wasser und bereiteten soweit alles für die Abfahrt vor. Sie hatten aber nicht damit gerechnet, dass die (schlanken) Frauen den Shuttleplan überdacht und sich zu Neunt ins Auto gequetscht haben, damit alle 14 Ruderer möglichst früh an den Booten waren. Agnes wurde zuletzt von Christian zusammen mit dem Gepäck eingesammelt und machte ebenfalls Streckendienst. Mario machte sich krank mit dem Taxi erneut auf den Weg in die Mainzer Klinik.

Die erste Aussteigpause gab es nach 23 km, die Mittagspause dann nach weiteren 26 km in Bingen. Der Streckendienst hatte gute Arbeit geleistet und lauter Leckereien vorbereitet, über die wir uns hungrig hermachten. Von der Terrasse hatten wir einen guten Blick auf die Strömung im Binger Loch, die wir zum Glück bergab fahren wollten. Ein Motorboot hatte bergauf für eine Strecke von ca. 200 m über eine Stunde gebraucht!!!

Die letzten 26 km des Tages gehören zu den schönsten, aber auch nicht ungefährlichsten des Rheins, so dass ab hier nur die Rheinobleute ans Steuer gelassen wurden. Sogar das fußgesteuerte Boot wurde auf Handbetrieb umgestellt; Streckendienst hatte netterweise Moni übernommen. Vorbei am Binger Mäuseturm, Kaub und den Wahrschaustrecken vor der Loreley erreichten wir nach insgesamt 75 km ziemlich erschöpft gegen 18.00 Uhr den Steg vom Wassersportverein St. Goar. Bei der im 200 m entfernten Hotel vorgenommenen Zimmereinteilung gab es spontane Adoptionen von zusätzlichen Mitschläfern. Zum Duschen hatten wir dann 50 Minuten Zeit, was in einem Vierbettzimmer mit einer Dusche schon zum Beeilen drängte. Moni hatte kurzfristig einen Tisch in der Altstadt bestellt, an dem wir unser wohlverdientes Abendessen (mit anschließendem Eis aus der benachbarten Eisdiele) genießen konnten.

Mittlerweile hatten wir Nachricht von Mario und waren über die Untersuchungsergebnisse aus der Klinik ziemlich geschockt - die "Rückenschmerzen" hatten eine andere Ursache. An ein Zurückkehren zu uns war leider nicht zu denken.
Müde sind wir ins Bett gefallen und haben nur teilweise mitbekommen, dass die unzähligen Züge gefühlt direkt über unsere Kopfkissen fuhren – und das, obwohl das Gerücht kursierte, nach 22.30 Uhr würde nichts mehr fahren ...

Tag 3: Sa, 12.05.2018: St. Goar - Bad Honnef (85 km)
(von Angelika)
Heute hatten wir ja einen kurzen Weg zu den Booten, so dass wir um 9.00 Uhr auf dem Wasser waren – schließlich lag eine lange Strecke vor uns. Pausen waren wieder mehrere geplant: eine nach 30 km – dazu machten wir einen kurzen Abstecher in die Lahn und legten bei der RG Lahnstein an. Zur Mittagspause legten wir nach weiteren 26 km in Neuwied an und ließen es uns mit Hackepeterbrötchen, Joghurt, Kuchen und Obst gut gehen. Jeweils wurde ein Streckendienst getauscht und nach der einstündigen Pause wurden die letzten 29 km in Angriff genommen.

Gegen 17.30 Uhr kamen wir noch kaputter als gestern in Bad Honnef an. Einige stärkten sich gleich im Ruderverein mit Kölsch, andere "überfielen" auf dem Weg zum Hotel eine Eisdiele. Zum Glück wurde auch das Handgepäck mit dem Auto transportiert, so dass wir einigermaßen erholt unsere Suiten belegen konnten. Wieder waren wir auf der Flucht und hatte nur eine knappe halbe Stunde zum Duschen.

Im "alten Rathaus" fanden wir zwar Plätze für (jetzt nur noch) 15 Personen (Moni hatte sich bereits verabschiedet – sie musste am nächsten Tag arbeiten), diese hätten aber an unterschiedlichen Tischen gelegen. Netterweise hatte eine andere Gruppe mit uns die Tische getauscht, so dass wir doch gemeinsam speisen konnten. Ein Stehgeiger fidelte um unseren Tisch herum (Agnes Gesichtsausdruck sprach Bände ...) und wartete auf Entlohnung, wir aber ignorierten ihn. Schließlich fielen wir nicht sehr spät in die Betten.

Tag 4: Sa, 13.05.2018: Bad Honnef - Köln (42 km)
(von Harald S.)
Der Wetterbericht, am Vorabend angesehen, versprach Regen und Gewitter. Leider hat er gestimmt, zum Glück waren die Gewitter aber schon in den frühen Morgenstunden durchgezogen, so dass noch Hoffnung bestand. Auf dem Weg vom Hotel zum WSV Honnef tröpfelte es nur noch und auch beim "Zu-Wasser-Bringen" der Boote lohnte noch keine Regenkleidung. Wer aber, wie ich, gehofft hatte, dass die normale Wetterjacke als Schutz ausreichen würde, sah sich bald getäuscht. Es fing richtig an zu pladdern und wurde auch noch windig (natürlich von vorn). Da auch die Landschaft auf dieser Etappe nicht unbedingt zur Erwärmung beitrug, wollten alle nur schnell das Elend hinter sich bringen.

Da eigentlich keine Anlegepause geplant war, war ich froh, dass aus meiner Mannschaft der Streckendienst abgezweigt worden war und wir somit doch einen Halt in Mondorf zum Tausch des Landdienstes machten. Im Begleitfahrzeug waren trockene Klamotten. Es war mir auch völlig egal, mich auf dem Parkplatz hinter dem Auto komplett auszuziehen, die nassen Sachen mussten einfach runter. Die letzten 24 km wurden dann in richtiger Regenkleidung gerudert. Lange Pausen gab es nicht, unser Steuermann hat trotz dichter Kleidung nur noch gebibbert. Während einer ca. 5-minütigen Pause sind wir dann doch sage und schreibe 50 m von der Strömung weiter gebracht worden, weil der Gegenwind diese quasi aufgehoben hatte.
In Köln sind wir rechtzeitig angekommen, ein Problem, unseren Zug zu erreichen gab es zum Glück nicht. Leider entstanden dann ein paar Missverständnisse (das Boot bleibt auf dem Bock liegen / nein, es wird abgeriggert und verladen; wir essen noch in der neu eröffneten Kneipe im Bootshaus / nein, wir essen am Bahnhof und sehen uns noch schnell den Dom von außen an).

So hatten wir uns dann am Bahnhof erst einmal getrennt und zu 15:15 Uhr auf dem Bahnsteig verabredet. Obwohl wieder einmal das Abfahrtsgleis des Zuges geändert worden war, war unsere Gruppe pünktlich wieder vereint. Nicht pünktlich kam unser Zug, es war sogar ein ziemliches Chaos am Bahnsteig, weil 2 Züge gleichzeitig am Bahnsteig hielten und die Reisenden nicht wussten, wohin sie rennen sollten. Für unseren Zug war eine umgekehrte Wagenreihung angesagt. Wegen des geänderten Gleises war aber die Normalreihung nicht zu finden, mit dem Erfolg, dass wir dann nach Einfahrt des Zuges erst einmal an zig Waggons vorbeirennen mussten, um zu raten, ob nun die elektronische oder die analoge Beschriftung der Waggons gilt. Wir hatten uns für die elektronische entschieden und andere Reisende von "unseren" Plätzen verjagt (und hinterher erfahren, dass in dem anderen Waggon die Klimaanlage auf Dauerheizen stand). Selbst ein Halt auf freier Strecke wegen einer nicht ganz geschlossenen Tür konnte nicht verhindern, dass wir eine Minute vor (!) planmäßiger Ankunft in Spandau eintrafen und uns nach einer kurzen Verabschiedung auf den individuellen Heimweg machten.
Ssänk ju for Träwelink wiss Deutsche Bahn


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04.-06.05.2018: Wesermarathon mit dem VFSR

von Jorita
Vorfahrt auf der Werra – Eschwege – Hannoversch Münden (60 km)
Völlig unerwartet klingelte es plötzlich an der Tür und ganze 15 Minuten zu früh war der Transport zur geplanten Rudertour da. Zum Glück waren die Taschen bereits gepackt. Es konnte also losgehen. Nur noch einen Abstecher über Göttingen machen, den Eberhard einsammeln, damit unsere kleine Reisegruppe, bestehend aus Christian, Eva, Mario, Eberhard und mir, dann vollständig ist. Aber vorher musste noch der örtliche Supermarkt aufgesucht werden, um für das Abendessen einzukaufen. Es fehlte auch noch schwarzer Tee für den Mario.

Angekommen in Eschwege bemerkte ich das Fehlen von Schlafsack und Isomatte, die zwar aus Berlin bestellt waren, aber nicht den Weg ins Auto gefunden hatten. Woher Christian so schnell Ersatz beschaffen konnte, bleibt mir schleierhaft. Heimvorteil?

Beim gemeinsamen Abendessen im Eschweger RV hatten wir Gelegenheit unsere Ruderkameraden der nächsten zwei Tage vom Ruderclub Borussia Rheinhausen näher kennenzulernen. Evas Whiskykuchen war ein kulinarisch interessanter und vor allem hochprozentiger Höhepunkt des Abends.

Am nächsten Morgen wurden die Boote aufgeriggert und nach einem gemeinsamen Frühstück ging es los. Eine Strecke von 60 km lag vor uns. Für mich war es der erste Kontakt mit der Werra. In der ersten Schleuse hätte man trockenen Fußes über die Boote gehen können, so voll war es. Aber niemand ist gekentert und die Stimmung war ausgelassen.

Unser nächstes Etappenziel hieß Bad Sooden-Allendorf. Bei der dortigen Schleuse wechselte der Landdienst. Zu dritt brachten wir die Autos zum KC Witzenhausen und warteten bei einem kühlen Erfrischungsgetränk und strahlendem Sonnenschein auf die rudernden Kameraden. Nach Eintreffen derselben stärkten wir uns für die nächsten Kilometer. Es gab Kultur in Form einer Kirschkönigin und zumindest das von Christian gesteuerte Boot war am Ende des Tages um einiges bibelfester. Von Witzenhausen aus ging es dann nach Hannoversch Münden, welches wir gegen 18 Uhr erreichten. Das Abendessen nahmen wir bei einem Griechen ein, bei dem wir gut und reichhaltig gegessen haben.

Wesermarathon – Hannoversch Münden – Holzminden (80 km)
Am nächsten Morgen klingelte um 4 Uhr der Wecker. Wir wollten um 6 Uhr auf dem Wasser sein, trotzdem blieb noch ausreichend Zeit für ein Frühstück. Die Mannschaft des ersten Bootes wurde schließlich auf die 135 km-lange Reise geschickt; vor uns anderen lagen 80 km. Eine leichte Verzögerung entstand durch einen fehlenden Rollsitz. Die Bedeutung von Herren- und Damenrollsitzen mit ihren anatomischen Unterschieden wurde mir auf dieser Fahrt sehr bewusst. Wie wunderbar es sich doch mit dem passenden Sitz rudert, auch wenn er Löcher hat. Das Einsetzen ins Wasser war wegen der starken Strömung etwas abenteuerlich. Der Fluss dampfte im Morgengrauen und verschwommen nahmen wir die Silhouetten anderer Wassersportler wahr. Unserer Steuerfrau wurde es nach der ersten Stunde etwas kalt, weshalb ich dann diesen Platz einnahm. Unterwegs hatte sich ein Paddler an unsere Fersen geheftet und überholte, durch uns beschleunigt, seine korrekt paddelnden Kollegen. Viele Boote sah man des Öfteren, entweder beim Überholen oder Pausieren, irgendwann "kannte" man sich. Die Geschwindigkeit und Ausdauer der Paddler war beeindruckend. Zum Ende hin erhöhte sich unsere Pausendichte. Zwischendurch lud uns der Wind zum Segeln ein.

Gegen 15 Uhr, nach viel Landschaft im Weser Bergland, diversen Ortschaften bei strahlendem Sonnenschein, trafen wir beim RC Holzminden ein und holten die Boote aus dem Wasser. Unsere Leistung wurde mit kleinen, wasserdichten Säcken geehrt und einem Aufkleber in Silber; den Goldenen gab es nur in Hameln.

Das Abriggern und Verstauen der Boote sowie das Sortieren von Gepäck und Insassen in die richtigen Autos erforderte die letzten Kraftreserven. Zur Stärkung gab es Steak vom Fleischer nebenan und Kuchen. Der Rückweg führte uns durch den Naturpark Solling (Kulturprogramm vom Auto aus, Christian zeigte uns Teile seiner alten Heimat), weiter über Göttingen (nostalgische Erinnerungen bei drei Insassen), dort das Auto von Familie Hase abholen, nach Braunschweig (mich abwerfen) und schließlich nach Berlin (Ende der Fahrt).

Einen großen Dank an Christian und Co. für die Organisation dieser Fahrt. Ein all-inklusive Programm, das ich nächstes Jahr sofort wieder buchen würde. Nur dann bitte mit Luftmatratze, anstelle der Isomatte.


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28.04.-01.05.2018: Vorausabteilung Rhein

von Christian
Ich habe etwas überlegt, mit mir gerungen, ob ich die Mühen eines Fahrtenberichtes auf mich nehme, aber wie ihr seht, habe ich es gemacht.

Als ich letztes Jahr zum MW kam, liefen die Fahrtenplanungen für das Jahr 2018 bereits auf Hochtouren. In der Planung waren 2 Rheinwanderfahrten. Eine über Himmelfahrt und eine über den 1. Mai.

Ich war in der Tour über den 1. Mai involviert. Diese Tour fand unter Federführung des RCB Rheinhausen statt. Start war mit 4 Booten in Bingen und Ziel das Bootshaus in Rheinhausen. Dazwischen liegen 247 km, 30 Minuten Regen in Leverkusen, den wir in der Bootshalle abwetterten, und sonst nur Sonne. Okay, es gab auch einige Strecken, wo der Wind den Rücken der Ruderer traf, aber die meiste Zeit doch eher Schiebewind. Die Organisation war hervorragend, es gab frisches selbst zubereitetes Abendessen und jeden Morgen Kaffee, Tee und Nussnugatcreme.

Die Stelle, vor der wir am meisten Respekt hatten, Binger Loch und Loreley, waren ohne Schifffahrt und wir konnten beide gefährlichen Engstellen einfach durchsegeln. Der Tourismusverband Rheintal, Siebengebirge, Köln-Bonn-Ruhrpott hatte sein Bestes getan: trocken, ruhiges Wasser, Sonne, schöne Quartiere in Bingen, Lahnstein, Bonn und Benrath.

Meine Erfahrung als Vorauskommando konnte ich auf dem Wesermarathon sofort mit Jorita und Mario teilen. Neben Wasserschuhen sollte man ein kleines Handtuch dabeihaben, wenn man die Füße zum Rudern wieder in Turnschuhe verpacken möchte.

Für den ausführlichen Fahrtenbericht mit Burgen und Brückennamen empfehle ich den ausführlichen Bericht des Ruderkameraden Carsten D. in der Vereinszeitung des BR Phönix.

Wer die Tour auf dem Hotelschiff nachlesen möchte, dem empfehle ich meine Tourenvorbereitung "Alles fließt" von Elke Heidenreich.


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22. und 29.04.2018: Tage der offenen Tür

von Angelika
Nachdem an zwei Samstagen unsere Flyer auf Märkten verteilt wurden, waren wir gespannt, wie viele unser Angebot zum Schnupperrudern in Anspruch nehmen würden. So waren wir an den jeweiligen Sonntagen ab 13.00 Uhr in schönster Vereinskleidung vor Ort und warteten auf Gäste.

An beiden Tagen konnten wir insgesamt ca. 30 Interessenten verzeichnen. Wir MWer haben sie dabei über unser Gelände geführt, sie erste Erfahrungen im Ruderboot machen lassen und mit ihnen hinterher bei Kaffee und Kuchen Gespräche geführt.

Die ersten haben auch schon Mini-Mitgliedschaften abgeschlossen und sind wild entschlossen, das Rudern richtig zu lernen. Unsere Aufgabe ist es jetzt, sie in unserer Vereinsfamilie herzlich aufzunehmen und ihnen die Eingewöhnungsphase so leicht wie möglich zu machen. Hierzu werden nicht nur die Ausbilder zuständig sein, sondern spätestens nach dem Rudern jeder von uns, indem wir uns z. B. zu ihnen an den Tisch setzen und sie an unseren Gesprächen beteiligen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Tage in irgendeiner Form vorbereitet haben oder an der Durchführung beteiligt waren.

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25.03.2018: Anrudern

von Angelika
Schon Wochen vorher wurde die Eisdicke gemessen und hochgerechnet, ob der Kanal wohl frei sein werde. Am Samstag vorher sah auch alles gut aus, bloß dass die Nacht zum 25.03. wieder kalt und am Sonntagmorgen neben den 0 °C auch eine Eisschicht auf dem Kanal war. Rudern bei uns war also nicht möglich. Nachdem feststand, wer von den angekündigten Personen fehlt und auf wen nicht gewartet werden muss, fuhren wir in Autos zur Rvg. Hellas-Titania an der Scharfen Lanke.

Doch auch dort war die Bucht mit einer Eisschicht überzogen. Die Hellas-Titanen sahen das aber nicht so eng und fuhren selbst mit geklinkerten Booten raus und brachen die Fahrrinne auf. Die Geräusche des brechenden Eises in Verbindung mit dem Gedanken an die Lackoberfläche tat weh!

Für uns standen Vierer zur Verfügung, deren Bootsplätze jedoch nicht zu unserer Personenzahl passten. Einigen von uns war das mit dem Eis nichts, so dass wir uns trennten – 10 stiegen in die Boote und 6 machten sich auf den Weg zu einem 2–stündigen Spaziergang.

Die Ruderer kamen noch nicht mal bis zur Insel Imchen, da der Weg schon wieder mit Eis versperrt war. Insgesamt konnten sie nur 13 km verbuchen; die Spaziergänger legten insgesamt knappe 7 km zurück. Und das alles bei strahlendem Sonnenschein und nun mittlerweile 13 °C.
Die geplante Rückkehr zu Hellas um 12.45 Uhr fand mit einer kleinen Verspätung statt, was aber nicht so schlimm war, da wir noch eine Stunde auf unser Essen warten mussten. Nun hatte sich auch die 17. Person zu uns gesellt, die vor lauter Arbeit völlig vergessen hatte, dass sie mit uns anrudern wollte.

Das Essen war nicht jedermanns Geschmack, so dass einige noch einen Nachtisch hinterherschieben mussten. Zum Glück störte der volle Bauch dann bei der Rückfahrt zum MW (in den Autos) nicht so sehr wie beim Rudern. Kaum im Verein angekommen (die Rückfahrt war aber auch anstrengend ...) wurde schnell Kaffee gekocht und die unzähligen Kuchen, die angeboten wurden, in Angriff genommen.

Trotz der beschränkten Rudermöglichkeit war es ein schöner Tag!


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04.03.2018: Frühjahrsputz

von Tina und Ricarda
Sonntags macht das Putzen Spaß! Diese Erkenntnis verdanken wir dem Märkischen Wassersport. Die ganze Woche haben wir uns bereits darauf gefreut und gehofft, dass eisige Kälte und Grippeepidemie uns nicht davon abhalten werden. Obwohl die Influenza einige in die häusliche Quarantäne verbannte, haben sich 24 Ruderinnen und Ruderer glücklich um 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein versammelt und die Säuberung nahm ihren Lauf.

Nichts war den Putzerinnen und Putzern zu viel, ja sie haben sich gegenseitig mit Fleiß und Arbeitsfreude angespornt und Besen, Lappen, Eimer, Leiter, Rechen, Säge, Schwamm, Schaufel, Schubkarren und Häckselmaschine in Aktion gesetzt.
Die mannsgroßen Komposthügel wurden liebevoll weiter aufgeschüttet, mit extra schönem Häckselgut, Moos, Zweigen und Herbstlaub bekrönt. Das unordentlich herumliegende Feuerholz um den Schuppen herum schichteten wir zu einem hübschen Holzmäuerchen. Das rief großen Beifall hervor. So gab endlich die südwärts gelegene, wildere Gartengegend den Durchblick auf den verwunschenen, schilfbewachsenen Teich frei, auf dem sich eine Schlittschuhgesellschaft tummelte, die nach wildem Eishockeyspiel schließlich auf Gartenstühlen Platz nahm und Happy Birthday sang. Interessanterweise fand auch auf unserem kleinen Kanal, der von wunderschönem, in der Sonne hell glänzendem Eis bedeckt war, zur selben Zeit ein kleines Eishockeyspiel statt. Als die Schlittschuhläufer abzogen, blieb etliches Laub auf der Eisfläche zurück, das später von uns problemlos zusammengefegt wurde.
Da packte einige die Lust auf's Eis, sie betraten es vorsichtig – Harald hatte es vorher ausgemessen und 15 cm Dicke festgestellt – und siehe da, es hielt! Zwei paar Schlittschuhe waren wie durch ein Wunder zur Hand und wurden für einige schöne Runden in der nun wärmenden Vorfrühlingssonne genutzt.

Im Hause selbst wurden Leitern in große Höhen ausgefahren, um Papierballons zu entstauben, deren Hänghöhen wir nachjustierten. Zierbalken wurden abgenommen und gewischt. Ergraute, einstmals bunte Clubfahnen, die schwer an Staub und Alter trugen, entfernt und zur Wäsche vorgesehen. Wie üblich mussten auch Gläser und Pokale daran glauben und sich von ihrem Schmutzfilm trennen, ebenso Toiletten und Waschbecken.

Im obersten Stock aber kamen aus verborgenen Gelassen allerhand herrenlose Schuhe, Schlappen, Tüten mit geheimnisvollem Inhalt, Kisten mit vergilbten Papier- und Blumengirlanden und Bretter zum wundersamen Vorschein. Sie harrten seit langem ihrer Befreiung und durften zum großen Teil an die frische Luft, um an der Gartentüre neben zwei großen Tonnen anzustehen. Sie werden beizeiten abgeholt werden.

In der Küche aber entstand zur Beköstigung ein herrlich duftendes Chili-Mahl, das wir glücklichen Frühjahrsputzer/innen erschöpft, aber froh und dankbar nach der erfolgreichen Säuberung einnahmen. Der Lohn für die besondere Güte unserer Arbeit war anschließend köstlicher Apfelcrumble. Sank nun unsere Arbeitsmoral? Keineswegs! Wir sprangen auf und setzten unsere schöne Putzarbeit fort. Bis in die tiefe Nacht haben wir weitergemacht, so dass unser stolzes Ruderhaus wieder herrlich erstrahlte, sowohl innen wie auch darum herum, und wir verabschiedeten uns glücklich bis zum nächsten Putz. Hoffentlich wird uns die Zeit bis dahin nicht zu lang. Fleißiges Rudern wird uns helfen, die Zeit bis zum Herbstputzhöhepunkt durchzustehen!

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24./25.02.2018: Obmann-Lehrgang

von Christian
Der Ruderer als Problem, oder besser der Obmann als Problemseher, Problemerkenner und Problemlöser. Oder einfach nur Obmannslehrgang am kalten Februarwochenende

Ja, nun rudere ich seit vielen Jahren durch die Gegend und hatte mich entschlossen, an dem von Harald angebotenen Obmannslehrgang teilzunehmen. Ich war nicht allein, Jorita, Helen, Ute, Agnes und Michael waren mit von der Partie. Ein solch exklusives Seminar wäre ohne die logistische Unterstützung von Angelika nicht möglich gewesen. Zunächst der Dank an die Beiden vorweg.

Es wurde Gott sei Dank nicht zu dem exklusiven Seminar „Ruder halt, stoppen – stoppt“ und die Frage der grazilen Art der Ausführung, wie dreht man die Blätter bei solch einem Manöver auf – oder gerade nicht. Nein, es ging um die Fragen, Haftung/Versicherung, Verkehrsregeln/Verkehrszeichen, Bootskunde, Ruderbefehle, Steuern (strömende Gewässer/Schleusen, Verhalten in besonderen Situationen) und als Hausaufgabe Knoten.

Durch die Bootskunde ging es im Schweinsgalopp, damit wir dem Bootswart auch genau ins Bootsbuch schreiben können, was am Boot kaputt ist. Ach so. Wir sollen das Boot nicht am Waschbord tragen, sondern die Hände ins Boot, an die Gondelleiste. Dieses ist die stabilste Stelle, an der das Boot getragen wird. Am Samstag auf dem Heimweg hatte ich dann ein tut oder tut tut tut und tut tuuut oder tut tuuut tuuut im Kopf. Aber ich war ja mit einem tut tut tut tut tut tut tut unterwegs.

Beim Thema trockenes Ertrinken war ich dann am Sonntag so weit, dass ich mir ernsthaft überlege, mit wem ich denn zusammen bei kaltem Wasser – so bezeichnet der Dozent Wasser, das kälter als 25°C ist – rudern gehen sollte. Wer kümmert sich um mich, wenn das Boot, in dem ich eingeteilt bin, Schiffbruch erleidet. Es sollte jemand sein, der wesentlich größer als ich ist und das nicht nur in der Körperlänge. Harald erklärte, der Kleinste wird in die Mitte genommen und gewärmt.

Ein Geheimnis ist noch, wann denn eine Prüfung abgelegt werden darf.

Weitere Themenwünsche sind noch, wie plane ich eine Wanderfahrt. Es gibt hoffentlich eine Fortsetzung. Da wir auch nicht immer unsere medizinische Abteilung im Boot dabeihaben, könnte eine Fortsetzung auch ein Erste - Hilfe - Kurs unter besonderer Berücksichtigung des Wassersports sein.

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24./25.02.2018: Obmann-Lehrgang

von Michael
Eigentlich hatte ich diesen Obmann-Lehrgang für mich nicht auf dem Schirm, weil ich mir dachte, das wäre nur etwas für alte Ruder-Hasen... Als ich dann aber darüber aufgeklärt wurde, dass laut Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung in jedem Boot mindestens ein Bootsführer oder Obmann sein muss, der für Mannschaft und Boot die Verantwortung übernimmt, war mir klar, weshalb viele Obleute im Verein besser sind als wenige: Es erhöht sich dadurch die Sicherheit auf dem Wasser ungemein.

Harald hatte bereits im Vorfeld alles dafür getan, dass bloß keine strenge Seminaratmosphäre aufkommen sollte: Auf der Empore stand ein neuer (ausgeborgter) Beamer mit Leinwand für eine Präsentation und wir sechs Anwärterinnen und Anwärter (nämlich Ute, Agnes, Jorita, Helen, Christian und ich) versanken in den tiefsten Clubsesseln, die unser Haus auf der Empore aufbieten konnte.

Dann folgten in guter und entspannter Stimmung die Ausführungen Haralds, der es verstand, Theorie und Praxis während dieses Lehrgangs gut miteinander zu verschränken. Wir wurden über Verkehrsregeln und -zeichen aufgeklärt, immer auch mit Hinweisen darauf, wo man sie etwa hier in unserer Nähe antrifft, daneben gab es nochmals eine Wiederholung der Ruderbefehle vom Start in der Bootshalle bis zur Rückkehr dorthin sowie Hinweise zum Steuern eines Bootes. Am Ende des ersten Lehrgangstags, der uns kulinarisch mit Angelikas Chili Con Carne sowie Agnes und Utes Kuchenkünsten lecker begleitete, wurden wir mit dem Verhalten in besonderen Situationen vertraut gemacht. Hier wurde uns nochmals bewusst, wie (überlebens-)wichtig es ist, in Gefahrensituationen richtig zu reagieren.

Der zweite Lehrgangstag sollte nur bis 13 Uhr andauern. Er hielt bootskundliches Wissen parat, also etwa über die Geschiche des Rudersports, die verschiedenen Bootsklassen, den Aufbau eines Ruderboots usw. Ein Überblick über die wichtigsten Knoten schloss den Lehrgang ab und wir bekamen zum Üben einige Seile mit auf den Weg, um neben den theoretischen Hausaufgaben auch einige praktische Übungen machen zu können. Auf dem Wasser werden wir dann wohl bei wärmeren Temperaturen nochmals einen praktischen Teil absolvieren können. Im Rückblick bin ich froh darüber, dass ich am Lehrgang teilnehmen konnte - Danke Dir, lieber Harald, dafür!



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20.01.2018: Kaminabend

von Agnes
Am 20. Januar fand der traditionelle Kaminabend statt. Die neuen Mitglieder treffen sich in lockerer Runde am Kamin mit dem Vereinsvorstand und berichten über ihre Erfahrungen und Eindrücke. Auch dieses Mal war für Essen und Trinken gesorgt und der Kamin verströmte die nötige Wärme, um die Stimmung anzuheizen. Mario erzählte ein bisschen über die Vereinsgeschichte und die neuen Mitglieder erzählten, inwieweit sie sich aufgenommen fühlten, wie sie die Qualität der Ausbildung beurteilten und was sie für Wünsche für die kommende Zeit hätten. Einhellig war der Wunsch, auch nach einiger Zeit mit Rudererfahrung immer mal wieder eine kleine „Technikeinheit“ einzuschieben, um das eigene Können genauer unter die Lupe zu nehmen. Ansonsten hofften alle auf eine schöne kommende Rudersaison mit vielen regenfreien Tagen.

Und wir warten jetzt ungeduldig auf das Anrudern.

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09.12.2017: Vereinsfest

von Mario
Am 9. Dezember 2017 fand im vergangenen Jahr unser Vereinsfest statt. Nachdem im Vorfeld unser langjähriges Catering-Unternehmen abgesprungen war, war das Auftreiben einer Ersatzfirma zu unserer großen Freude letztendlich Dank des Handys von Jürgen schnell möglich. Und so konnte am Samstagabend die Feier steigen. Fleißige Hände hatten das Vereinshaus mit einem Weihnachtsbaum sowie einer ansprechenden Tischdekoration versehen. Es fanden sich fast 45 Mitglieder und Begleitpersonen ein, so dass es richtig kuschelig wurde.

Nach den einleitenden Worten des Vorsitzenden durften wir wieder eine musikalische Untermalung durch Agnes und Georg genießen, diesmal ergänzt und unterstützt durch Ricarda. Die klassische Musik stimmte uns auf den wichtigsten Programmpunkt des Abends ein, die Ehrung von Kunibert Lingner für die 50-jährige Mitgliedschaft im Verein. Sowohl die Laudatio durch Harald S., die launigen Ergänzungen aus dem Publikum wie auch die Dankesrede des Jubilars, der den weiten Weg aus dem Süden der Republik zusammen mit seiner Ehefrau bewältigt hat, kamen bei den Gästen gut an. Es ist dem Verein eine Ehre, dass ein Mitglied 50 Jahre diesen begleitet und unterstützt.

An dieser Stelle sei vermerkt, dass zwei weitere Ehrungen wegen des entschuldigten Fehlens der Jubilare nicht durchgeführt werden konnten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Wir werden diese zum gegebenen Zeitpunkt im angemessenen Rahmen nachholen.

Nach einem erneuten musikalischen Intermezzo durfte nach Herzenlust das Buffet geleert werden. Zu dem einen oder anderen geistigen Getränk fanden in kleineren und größeren Gruppen angeregte Gespräche statt. Die Themenvielfalt war groß und die Freude an der Kommunikation ebenfalls. Und nach Erreichen der geistigen wie körperlichen Sättigung konnten wir den Abend in freudiger und zufriedener Stimmung zu einem guten Ende bringen.

Ich freue mich schon auf das kommende Vereinsfest im Winter 2018.


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03.12.2017: Sternfahrt zum RV Berlin von 1878

von Agnes
Am ersten Advent brachen einige unermüdliche Winterruderer auf zur letzten Sternfahrt des Jahres. Es ging durch die Spandauer Schleuse zum Ruderverein Berlin von 1878. Das Wetter war gut, am Ausgang der Havel in Richtung Unterhavel und Wannsee machte uns allerdings eine heftige Brandung Schwierigkeiten. Angekommen im Stößensee wurde es wieder ruhig, und nachdem wir die Warteschleife vor dem Anlegesteg hinter uns hatten, wurden wir herzlich mit „Lebkuchenorden“ empfangen.
Im Bootshaus folgte der gemütliche Teil mit Glühwein, Bier und Eintopf (bzw. Kakao und Kuchen).
Vor Einbruch der Dunkelheit waren alle wieder wohlbehalten in Haselhorst.

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12.11.2017: Abrudern

von Angelika
Was das Rudern angeht, sind wir schon ein ziemlich aktiver Haufen – immerhin haben sich 26 MWer morgens bei 4° im Verein eingefunden, um die Ausfahrt zum Abrudern mitzumachen. Häuptling, unser Chef, hatte "Rücken", und so hat seine Vertretung Mario die Einteilung bekannt gegeben und die Mannschaften aufs Wasser gebracht.

Spätestens um 12.30 Uhr sollten wir bei Saffonia anlegen, nachdem wir mehr oder weniger weit gerudert sind. Alle Boote haben aber mindestens Niederneuendorfer See Ende geschafft und trudelten einer nach dem anderen bei Saffo ein. Alle halfen irgendwie beim Boottragen, so dass unsere "Armada" schnell das Gelände füllte.
Im Gasthaus saßen wir pünktlich mit bereitgehaltenem Besteck, wie uns "befohlen" wurde. Aber die Bedienung kam schon mit den Getränken nicht ganz hinterher. Und obwohl wir und unsere Essenswünsche angemeldet waren, dauerte es eine Dreiviertelstunde, ehe die ersten etwas Essbares vor sich hatten. Das Essen selbst ging so, Preis und Leistung standen aber in keinem Verhältnis zueinander.
Wir saßen verteilt an drei Tischen, wovon eins nicht der "Katzentisch", sondern der "Gänsetisch" war (der bestellte Gänsebraten und seine Zutaten sollte nur an einem Tisch serviert werden).
Das Bezahlen dauerte dann auch noch mal über eine halbe Stunde, so dass sich das letzte Boot erst um 15.00 Uhr auf den Heimweg machen konnte, nachdem auch die vermisste Flagge wiedergefunden wurde. Das alles konnte aber erst dann starten, nachdem noch ein Gruppenfoto, auch mit den Nicht-Ruderern Rena und Häuptling, geschossen wurde.

Zuhause wurden die Boote schnell auf ihre Lager verteilt, und einer nach dem anderen verließ die gastliche Stätte, so dass zum von Rena vorbereiteten Kaffeetrinken nur noch 10 Personen anwesend waren – schade.
Trotzdem war es ein schöner Tag, zumal uns auch Petrus nicht das Wetter vom Vortag servierte, sondern auch ein wenig Sonnenschein übrig hatte. Vielen Dank an alle Beteiligten!


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05.11.2017: Winterputz

von Kristin und Stefan
Am Sonntagmorgen, den 05.11, nahmen wir nicht unsere Skulls, sondern Spaten, Rechen und Kettensäge in die Hand, um das Vereinsgelände winterfest zu machen.
Auch der Wettergott war gnädig mit uns: Bei bedecktem Himmel werkelten ca. 70 fleißige Hände an sämtlichen Ecken und Enden in und um unser Bootshaus herum. Geregnet hat es zum Glück erst, als die Arbeit vollbracht war.
Herbstlaub wurde zusammengerecht, Beete von Moos und Unkraut befreit, frisch gesiebter Kompost auf Rasen und Beete verteilt, der Bootsanhänger auf Vordermann gebracht, Wasser in den Umkleideräumen abgestellt, Löcher gebuddelt, Leitungen entleert, Terrassenmöbel weggeräumt ,… Ja, es gab für alle genug zu tun!

Auch wurden Büsche und Bäume (sehr stark) gestutzt und in Form gebracht, damit Angelika, die wieder an alter Wirkungsstelle angetreten war, genug zum Häckseln hatte. Durch diese Aktion wurde das Sichtfeld zu unserem Nachbarverein vergrößert, der das rege Treiben im Nebengarten beobachtete und uns somit von Anfang bis Ende moralisch beistand. ☺
Im Haus glühten – nicht nur in alter Gewohnheit – Renas Stricknadeln; nein, auch Putzlappen und Mob fanden ihren Einsatz, während Heike fleißig unter Georgs Anweisung das Risotto rührte.

Kurz nach 13.00 Uhr läutete die Essensglocke, sodass alle Geräte schnell ausgeschaltet sowie Harke und Co beiseitegelegt wurden, um sich hungrig im Clubhaus zu versammeln.
Uns wurde ein köstliches „Risotto ai funghi porcini“ serviert, das allen wirklich sehr gut schmeckte. Am Tisch konnte man schon die Fortschritte und Veränderungen im Garten bemerken: Kommt da nicht viel mehr Licht durch die große Fensterfront?

Nach dem leckeren Essen ging es gut gestärkt zu einer zweiten Runde raus an die Arbeit. Gegen 15.30 Uhr wurde die Mannschaft erneut zusammengetrommelt: Kaffee und Kuchen standen schon auf dem Tisch bereit und auch die Borkenschokolade wartete auf Naschkatzen.

Auch wenn an diesem Tag viel geputzt und gesäubert wurde, bleibt noch genug Arbeit, um in den letzten Wochen des Jahres das Arbeitsstundenkonto zu füllen. Nach unserem ersten Einsatz beim MW können wir bestätigen: Arbeit kann – vor allem, wenn man sie gemeinsam bestreitet – durchaus auch Spaß machen! ☺
In diesem Sinne: Bis zum Frühjahrsputz!

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22.10.20.17: Sternfahrt zur RG Wiking (Rückfahrt)

von Ute
… gar nicht so einfach zu finden, die Rudergemeinschaft an der Haarlemer Straße, wenn man ohne Nawi und mit den Öffentlichen unterwegs ist. Die Fahrt bis zur U-Bahn Station Blaschkoallee ist lang, daran schließt noch ein Fußweg durch ein Industriegebiet an … aber zum Glück kam ich doch gerade noch rechtzeitig an. Eine lange Reihe von Booten aller Größen und Farben wurde zu Wasser gebracht, ein trubeliges, aber zielstrebiges Treiben auf den Wiesen und am Bootssteg und die vielen noch müden Gesichter verrieten es: Der Abend der 55. Sternfahrt war wohl für manche recht lang gewesen. Um so dankbarer konnte man beim prüfenden Blick zum Himmel sein: kaum eine Wolke und strahlendes Blau verhießen eine Fahrt bei angenehmer Temperatur und schönstem Herbstwetter. Für mich als skeptischem Neuling war diese Wetterlage denn doch ein Trost, hatte ich mich doch schon einige Male in den Tagen davor gefragt, wie man wohl eine 32 km lange Strecke bei Nieselregen und Wind übersteht. Diese Frage kann ich erfreulicherweise noch nicht beantworten, aber einige andere Fragen zum Erlebnis „Ruderfahrt im Stadtgebiet“ lassen sich nun beantworten.

Gleich vorneweg gesagt: Die ansonsten recht gut vertraute Stadt aus dieser Perspektive zu erleben, ist einfach grandios und oft ergibt sich der Eindruck, etwas ganz Neues zu sehen. Wie viel breiter ist doch die Spree, wenn man mit dem schmalen Boot an Stralau und Treptow vorbei zieht, wie weit spannen sich die Brücken über diesen Fluss und unter dem weiten Himmel wirken selbst die monumentalen Türme der Rummelsburger Industrieanlage wie Spielzeug. Dieses Panorama im Ostteil Berlins beeindruckt, obwohl wir von unserem „Revier“ auf der Havel wahrlich auch großzügig bedacht sind. Kurz vor der Oberbaumbrücke bogen wir in den Landwehrkanal, passierten nach einiger Wartezeit mit ein paar anderen Ruderbooten die Schleuse und setzten die Fahrt bis zum Urban-Krankenhaus fort. Dort gab es die erste Pause in der Cafeteria des Krankenhauses, sicherlich ein skuriler Anblick, als sieben „Märker“ mit sportlicher Montur durch die Krankenhausgänge stapften.

Gestärkt ging es nach einer halben Stunde weiter vorbei am Europäischen Patentamt, quasi unter dem Rosinenbomber am Technik-Museum hindurch, vorbei an Verteidigungsministerium, Bauhausarchiv und Neuer Nationalgalerie zum nächsten Etappenziel, der Tiergartenschleuse, wo wir mit Booten verschiedener Rudervereine nach einiger Wartezeit durchgeschleust wurden. Noch vor dem Charlottenburg Schloss endet der Landwehrkanal. Wir bogen wieder in die Spree ein, hielten noch einmal kurz auf einer Wiese Rast, um uns mit den KollegInnen aus dem anderen Märker-Boot abzustimmen, welche Route wir nehmen wollten. Da die Entscheidung schnell gefunden war, dauerte diese zweite Pause nicht lange. Weiter ging es am Charlottenburger Schloss vorbei und in einer scharfen Kurve auf die Charlottenburger Schleuse zu. Inzwischen war die Zahl der Boote, die geschleust werden wollten, beträchtlich angewachsen; wir mussten längere Zeit warten und es wurde deutlich kühler, der Nachmittag neigte sich. Der Streckenabschnitt, der nun folgte, war mit Abstand der am wenigsten attraktive, nach meinem Empfinden schien das schnurgerade Stück entlang dem Ruhlebener Kraftwerk, Lagerhalden und Kleinkolonien gar kein Ende nehmen zu wollen und so spürte ich zum ersten Mal an diesem Tag Erschöpfung, mürbe gewordenes Sitzfleisch und eine schwächelnde Konzentration. Doch der verbleibende Rest der Strecke war nun überschaubar und bald waren wir im vertrauten Rudergebiet, Spandauer Schleuse und das Umsetzen, vorbei an den drei Brücken und schon bogen wir in die Zielgerade, „unseren“ Kanal, ein.
Gegen 17 Uhr legten wir am Steg an, ein wunderbarer Tag, ein schönes Erlebnis war damit zu Ende.

Der aufmerksame Leser wird sich nun fragen: Welche Fragen haben sich beantwortet? Tja, die wichtigste – für mich – war ja: Würde ich diese lange Tour denn überhaupt schaffen? Die Antwort ist jetzt bekannt und ergänzt mit der Erkenntnis, dass die Kurzweil des spektakulären Sightseeings alle Zipperlein übertönt hat. Eine andere Frage betraf die Zusammenhänge der städtischen Wasserwege. Darüber erhält man an diesem Tag ausgiebige Anschauungen und blickt am Ende auf die Geografie dieser Stadt mit ihren langen Wasserwegen mit anderen Augen. Und last but not least: Die nette Gesellschaft bestand aus Beate, Jorita und Franzi, Georg, Sabahittin, Jürgen und Häuptling.


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21.10.2017: Sternfahrt zur RG Wiking (Hinfahrt) vom Nordwesten in den Südosten Berlins

von Susanne
Georg machte mich Wochen vorher auf diese Ausfahrt aufmerksam und schwärmte davon, wie schön diese sei. Vor allen Dingen, weil sie quer durch Berlin führt. Das ist das, was mich am meisten reizte, daran teilzunehmen und habe dabei völlig außer Acht zu lassen, um welche Strecke es sich handelt. Je näher der Termin rückte, inzwischen war mir die Länge bewusst, bekam ich mehr und mehr Respekt. Aber kneifen ging nicht mehr und wollte ich auch nicht. Ein Großteil der Strecke war mir von Spaziergängen und Fahrradfahren bekannt und ich war zu neugierig, wie dies wohl alles vom Wasser aus aussieht.

Das Schwierigste der Strecke, so sagte Häuptling bevor es los ging, sind die Schleusen. Es werden viele Boote auf dem Wasser sein, d. h. auch viel Verkehr vor und in den Schleusen. Mit Wartezeiten von bis zu einer Stunde könnten wir rechnen. Das kam glücklicherweise ganz anders. Zweimal mussten wir ein wenig warten, wobei ich für die „Zwangspause“ an der Oberschleuse ganz dankbar war.
Berlin zeigte sich für mich am Anfang der Tour auf eine völlig neue Weise. Viel Industrie, eine Müllverbrennungsanlage und irgendwann rechts der Park von Schloss Charlottenburg und wir waren mitten drin. Der Landwehrkanal durch den Tiergarten und weiter zur Oberschleuse war recht entspannt und gehörte für mich zu den Highlights. Spannend fand ich es hinter der Oberschleuse wieder zurück auf die Spree zu kommen, welche im Gegensatz zum Landwehrkanal ja deutlich breiter ist. Der Blick auf die Stadt öffnet sich plötzlich, wurde fast weitläufig. Auf dem letzten Stück ist mir auch wieder aufgefallen, wie schnell sich dieser Stadtteil verändert. Da, wo vor ein paar Jahren noch Brache war, stehen heute Wohnhäuser – viel Luxus, direkt am Wasser.

Irgendwann nach der Oberschleuse schwanden mir ganz langsam die Kräfte. Mein rechter Unterarm tat weh, was zum Glück die einzige Malaise war und ich war heilfroh, als wir bei der RG Wiking ankamen und irgendwann beim Getränk gemütlich auf der Bank saßen.

Die Fahrt möchte ich auf keinen Fall missen, es war eine schöne Herausforderung und eine tolle Tour.


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06.-08.10.2017: Barkenfahrt auf der Oder

von Angelika
Schon die Anreise nach Lebus war schwierig. Der Teil, der sich beim RC Tegelort treffen wollte (Christian, Eva vom BRK Brandenburgia, Jürgen, Harald S. und ich), um die Barke anzuhängen, war einfach. Der andere, der per Bahn von Braunschweig nach Berlin (Marlen, Henriette und Jos vom RK Braunschweig und Jorita) und dann weiter nach Lebus (mit Häuptling und Georg) fahren wollte, nicht mehr, da wegen der Sturmschäden keine Bahnen fuhren. So wurde schnell umdisponiert und mit dem Auto von Jorita die erste Fahrtstrecke und mit Häuptlings Auto die zweite bewältigt. Den Hänger haben wir in Lebus auf einem hängerfreundlichen Parkplatz abgestellt, sind mit dem Auto weiter durch Wildnis zum Quartier (Naturerlebnisstätte Oderberge-Lebus) gefahren und haben uns schließlich im Restaurant mit den anderen getroffen und die erste gemeinsame Mahlzeit eingenommen. Der Abend ging schnell zu Ende, da für den nächsten Morgen das Frühstück für 7.00 Uhr (also für einen Samstag zu nachtschlafender Zeit) geplant war.

Beim Frühstück wurde noch schnell geklärt, ob Kassler vom Schwein ist. Weitere Fragen konnten nicht beantwortet werden, da man „morgens nicht denken kann“. Anschließend fuhren wir mit dem Hänger und einem Shuttledienst vom Quartier eine endlos lange Umleitung nach Ratzdorf, nachdem sich ein Auto, das in die Nähe des heutigen Etappenziels gebracht werden sollte, erst die Umgebung auf dem Oderberg ansehen musste … Zum Glück konnten wir den Fahrtenleiter davon überzeugen, nicht mit 11 Personen in der Barke zu sitzen und damit abends die Fahrtortur nochmals durchzumachen, sondern den Hänger durch einen Streckendienst gleich wieder mitzunehmen. Vorher allerdings mussten wir das Schiff bei Regen mit Auslegern versehen und ins Wasser lassen, was relativ schnell ging.

Die Ruderer setzten sich gegen 10.30 Uhr in Bewegung, Christian und ich übernahmen den Streckendienst. Am Ort der Mittagsrast habe ich gelernt, dass Verbotsschilder für das Befahren des Uferstreifens nur für andere gelten und nicht für uns, weil wir beim Warten im warmen Auto sitzen wollten. Immerhin haben wir den Hänger auf der Straße abgestellt und nicht auch noch mit zum Wasser genommen. Die Ruderer ließen auf sich warten. Wie wir nachher erfahren haben, hatten sie auf der ca. 23 km langen Strecke mehrere Schwierigkeiten zu bewältigen: Jorita zog zu kräftig, so dass der Ausleger gebrochen ist; Mehrere Rollsitze haben das Gewicht der Ruderer nicht ausgehalten und mussten ausgetauscht werden; Eine Barke ist nicht gerade das schnellste Ruderboot, schon gar nicht bei Gegenwind.
Im Gasthof kamen wir also über eine Stunde später an als angemeldet, wurden aber trotzdem schnell bewirtet, um mit dem Austausch von zwei Personen schnell die zweite Tagesetappe („nur“ noch 27 km) in Angriff nehmen zu können. Der Wind (natürlich von vorn) frischte auf, trotzdem kamen wir irgendwann in Lebus an.

Zum Anlegen hat dann ein gestandener (oder stehender?) Steuermann das Steuer übernommen, war jedoch leider in der falschen Bucht gelandet und beim Umfahren der nächsten Buhne zu eng um diese gefahren. Das Steuer, das wesentlich tiefer liegt als die Barke, mochte die Untiefe gar nicht und brach ab. Dieses haben wir schnell eingesammelt und festgestellt, dass das Ziehen an der Leine nun keine Wirkung mehr zeigt und wir folglich nur mit Kommandos angelegen konnten.

Gegen 18.00 Uhr waren wir im Quartier und haben auf der kurzen Autofahrt schon provisorische Reparaturideen entwickelt. Harald wollte diese umsetzen, jedoch hat sich der Quartierchef die Reparatur nicht nehmen lassen. Ganz nebenbei bemerkt hatten die Hängerfahrer unterwegs ein Fotoshooting, da man mit dem Barkenhänger besser nicht zu stark bremsen sollte, wenn plötzlich(!) ein 60er Schild auftaucht. Zum Abendessen war das Steuer wieder benutzbar, das Kassler mittlerweile zum Goulasch mutiert und alle glücklich(?), dass die Fahrt am nächsten Morgen weitergehen konnte.

Es war Sonntag, es gab also ein Frühstücksei. Außerdem durften wir eine Stunde länger schlafen. Der Himmel zeigte sich von seiner besseren Seite, so dass die ähnlich große erste Tagesetappe bis zum Mittagsziel problemlos verlief. Nur der Steuermann nörgelte bereits nach 500 m, ihm sei langweilig und ob wir endlich da wären …
Der Streckendienst hatte eine Buhne zum Anlegen ausgesucht, die die versprochenen nassen Füße wegließ. Im Gasthaus gab es wegen der Beseitigung der Stumschäden keinen Strom, Essen konnten wir trotzdem bestellen, da zum Glück auf einem Gasherd gekocht wurde. Scheinbar war aber nur eine Pfanne vorhanden, da die Gerichte einzeln im 5-Minuten-Takt am Tisch ankamen. Dementsprechend lange dauerte die Pause, ehe wir um 14.30 Uhr wieder im Boot sitzen konnten. Jetzt zeigte sich die Barke von ihrer unfreundlichsten Seite: Der Gegenwind und damit die Wellen auf der über 10 km langen Geraden waren so stark, dass wir kräftig ziehen mussten. Das kurze Anlegemanöver zwischendurch flussaufwärts(!) war dagegen fast ohne Kraft möglich. Glücklich erreichten wir (nach erneutem Rollsitzdefekt kurz vor dem Ziel) nach insgeamt 103 km den Fähranleger, der die Fahrt beenden sollte. Wir waren so spät dran, dass die Fähre nicht mehr fuhr und wir die Barke ohne Zeitdruck auf den Hänger hieven konnten.

Nach dem Verstauen der Ausleger und Rollsitze folgten noch ein kurzes Putzen und dann die Heimfahrt nach Berlin und weiter nach Braunschweig bzw. nach Tegelort. Die Barke konnten wir nicht übergeben und stellten sie nur vor dem Grundstück ab. Dafür war ein erneutes Treffen am Montag fällig, wobei wir auch unsere diversen Missgeschicke beichten mussten.

Auf jeden Fall haben mehrere Fahrtenteilnehmer festgestellt, dass diese Barke nicht zu unseren Freunden gehört und wir das nächste Mal einen großen Bogen um eine Anmeldeliste zu solcher Fahrt machen werden. Das hat nichts mit der gelungenen Organisation zu tun, für die ich Häuptling ein großes Dankeschön ausspreche. Ein ebenso großer Dank geht an Christian, der sein Auto für das Ziehen des Hängers zur Verfügung gestellt und die Strapazen auf sich genommen hat, und natürlich an alle Mitfahrer.
Bis zur nächsten Barkenfahrt ohne Barke!


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17.09.2017: Fahrt zum Weißen Schwan

von Michael
Am 17.09. um kurz nach 10 Uhr war es soweit. Unsere Wanderrudertour sollte uns bei herrlichem Kaiserwetter zum 15 km entfernten Gasthaus zum Weißen Schwan führen und natürlich auch wieder zurück. Hierzu wurden wir, also Ute, Dieter, Andreas, Georg und ich freundlicherweise von Maris Stella ge- und ertragen. Ich unterschied auf der Tour die Streckenabschnitte, die ich schon kannte, von denen, die mir noch neu waren. Bisher hörte nämlich für mich die alte Welt am nördlichen Horizont hinter Saffonia auf. Irgendwo da draußen, so dachte ich immer, musste doch auch die Berlin-Brandenburgische Grenze und damals die innerdeutsche Grenze verlaufen sein. Spätestens als wir bei einer Pause auf Kameraden des BRK Brandenburgia trafen, kreisten meine Gedanken schon wieder um die deutsche Teilung... Da passte es doch gut, dass Dieter von einem Ruderausflug erzählte, der mindestens 27 Jahre her sein musste und in einer Zeit lag, wo noch nicht oder nicht mehr klar war, ob man mit Ruderbooten einfach über die Grenze durfte. Man habe damals den Hafen Velten angesteuert und wollte dort in einem Restaurant speisen, hatte aber natürlich nur D-Mark in der Tasche. Den Rest der Geschichte wird Euch Dieter sicherlich mal selbst zum Besten geben... 

Überhaupt ist für mich doch immer wieder erstaunlich, wie kommunikativ es auf so einem Boot zugehen kann, obwohl man sich gerade als Anfänger doch sehr auf seine Bewegung konzentrieren muss, gegen die Fahrtrichtung hintereinander sitzt und nur als Steuermann in den Genuss kommt, in Gesichter zu schauen, deren Ausdruck irgendwo zwischen tiefenentspannter Versunkenheit und großer Anstrengung liegt.
Auf dem Hinweg gab es trotz des sonnigen Wetters kaum Motorboote, was sich auf dem Rückweg dann leider ändern sollte. Weil wir die 30 km knacken wollten, fuhren wir auf Georgs Wunsch am Weißen Schwan vorbei und noch unter der Autobahnbrücke Hohenschöpping hindurch. Vor Ort erwartete uns ein toller Biergarten vor einem sehr alten und schönen Landgasthaus. Für uns hatte man eigens einen Tisch hergerichtet, an dem über 20 Personen Platz finden sollten. 
Wir wurden freundlich bedient, zum Glück hatte Mario die Bestellliste dabei und konnte Unsicherheiten ausräumen, so dass zwei Nackensteaks den Rückweg zur Küche ansteuern mussten.  Wir aber bekamen allerlei Leckerbissen, darunter auch Matjes mit Bratkartoffeln, die dann auf dem Rückweg an Bord für Diskussionen sorgen sollten, wer denn nun weitersteuere, da sich die Heringe kurz vor Saffonia möglicherweise auch durch die Wellen der vielen Motorboote bei mehreren Insassen meldeten. Schließlich war das geklärt und wir setzten die Rückreise fort. Gegen kurz nach 16 Uhr waren alle wieder zurück und freuten sich auf eine gute Tasse Kaffee. 

Nachtrag zum Gasthaus zum Weißen Schwan: Das Gasthaus ist seit 1830 in Privatbesitz und wird seit der 5. Generation von der Familie Schaarschmidt geführt. Der Bau, vor dem wir einkehrten, wurde 1892 errichtet. Im 19. Jh. versorgte die Gaststätte an der Havel Schiffer und Flößer mit Lebensmitteln aus eigener Landwirtschaft und Brotbäckerei.


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03.09.2017: Märkischer Wassersport auf dem Familiensportfest im Olympiapark

von Christian
Dieses Jahr hat der Märkische Wassersport die Deutsche Jugendkraft am Stand im Olympiapark unterstützt.
Neben Tischtennis, Zielwerfen und Geschicklichkeitsspielen konnten sich interessierte Besucher am Stand der DJK auf einem unserer Ruderergometer versuchen.
Die Betreuung übernahmen Klaus, Sabahittin, Clara, Mario und Christian. Unser Ergo wurde hauptsächlich von Kindern genutzt.
Es gelang uns nicht, Erwachsene auf das Ergo zu locken, mit zwei Ausnahmen, von denen Ihr eine oben im Bild seht. Bei den glücklichen Kindergesichtern und den interessierten Eltern sollten wir beim nächsten Mal ein Ergometer für Kinder und eins für Eltern aufbauen.

Danke an alle, die geholfen haben.


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