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Aktuelle Berichte

04.11.2018Winterputz
28.10.2018Abrudern
13./14.10.2018Wiking-Sternfahrt
30.09.2018Fischessen
21.-23.09.2018Drei-Tages-Fahrt
19.08.2018Familiensportfest
11.-19.08.2018Neckarwanderfahrt
21.07.2018Radtour
16.06.2018Grillfest
10.-13.05.2018"Kleine Wanderfahrt" auf dem Rhein


Weitere Berichte unter Archiv

04.11.2018: Winterputz

von Clara
Nach einem Jahr Studium in Warschau ging es am Samstag, den 3.11., für mich wieder zurück nach Berlin. Und kaum angekommen wurde ich am Sonntag, den 4.11., schon gleich zum Putzdienst in den Verein gerufen. Allerdings waren hier neben mir nicht nur polnische Asylanten am Werk, sondern der ganze Verein von Nachwuchsmitglied bis Vereinsvorstand schwang munter Besen, Schraubendreher und Axt, um das Haus und den Garten winterfit zu machen.

Los ging es mit viel Geharke und Geschleppe. Laub auf dem Rasen: weg! Bretter und lose Gegenstände aus der Halle: raus an die Luft! Die Birke am Ende des Grundstücks: weg damit! Das Holz, das sich so gestapelt hatte: mach's klein!
Feuerteufel Olli war in seinem Element und holte gleich die Feuerschale raus, in (und unter) der den ganzen Tag die nicht mehr gebrauchten Holzlatten und Bretter loderten.

Die Bootshalle wurde durchgefegt und wieder ordentlich eingeräumt. Auch das Laub auf dem Rasen verschwand dank vieler eifriger Hände schon vor dem Mittagessen auf dem Kompost. Auch aus der Werkstatt drang ständiges Klopfen und Brummen, rudertüchtige Boote für die kalte Saison scheinen garantiert zu sein.

Nach einer kurzen Pause ging es auch am Nachmittag weiter mit der fleißigen Räumerei. Als wir nach letzten Schliffen in Garten und Bootshalle zu Kaffee und Kuchen in das Vereinshaus zurückkamen, hingen über unseren Köpfen schon fast alle Flaggen wieder an den Balken – ohne dass Jörg von der Leiter gefallen wäre und Angelika von herabstürzenden Hämmern erschlagen wurde.

Rundum ein sauberes Willkommen zurück im Verein – die nächste Saison kann kommen!

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28.10.2018: Abrudern

von Michael
Am 28.10.2018 war es wieder soweit: Es fanden sich 13 tapfere Ruderer ein, um bei windigem aber  sonnigem Wetter mit "Zinna" und "Contra Torrentem" zum gemeinsamen Abrudern aufzubrechen. Hierfür hatte Häuptling – er konnte aufgrund seiner Bildungsreise mit Tochter nach Kroatien selbst nicht dabei sein – beim Jagdhaus an der Bürgerablage bereits die Menüs reserviert.

Christian, der bei Phönix mit abrudern war, drückte mir wohlwollend noch seine Ruderschuhe in die Hand, da es ja hieß, wir würden aufgrund des fehlenden Stegs beim Aussteigen durchs kalte Wasser waten müssen. Dieter verwies darauf, dass man sich wohl die Hose mindestens bis zu den Knien hochkrempeln müsse. Ich bin zwar nicht sehr empfindlich, hatte aber dennoch großen Respekt vor der Tatsache, eventuell mit nassen Füßen im zugigen Jagdhaus sitzen zu müssen und malte mir die halbe Fahrt lang aus, wie ich danach mit hohem Fieber im Bett verbringen müsste und von Schüttelfrost geplagt und keuchhustend erst kurz vor Weihnachten wieder zu mir kommen würde… Jorita, die hinter mir saß, munterte mich ein wenig auf, verwies mich auf das herrliche Spätherbstwetter und genoss offenbar die Tour in vollen Zügen.
Auch meine hilflosen Anstrengungen, die Mütze gegen den teils stark böigen Wind während des Ruderns tiefer zu ziehen oder gar abzusetzen, trug sie mit Fassung. UPS! Was war denn das? Ricardas lila-leuchtende, wollene Strickmütze war ins Wasser gefallen und SCHNAPP! Jürgen, unser Steuermann, hatte sie mit einem beherzten Griff geistesgegenwärtig aus dem Wasser gefischt. Wir legten schließlich bei Preußen an und betrachteten dort nochmals ehrfürchtig den Haken, der dort auf der Backbordseite ca. 10 cm drohend unter der Wasseroberfläche lauerte und uns ja schon einigen Ärger bereitet hatte.

Dann ging es schließlich in Richtung Jagdhaus, wo Mario uns bereits erwartete. Zu meiner tiefsten Freude legten wir dann am DLRG-Steg an – Mario hatte sich zuvor erkundigt – und mit ein wenig guten Willen ließ sich auch C. T. dazu bewegen, mal für anderthalb Stunden einigermaßen still zu halten.
Im Jagdhaus, das ich bisher nur von seiner äußeren sommerlichen Biergartenperspektive kennen gelernt hatte, labten wir uns an Matjes, Pasta und anderen Leckereien, so dass wir nach intensiven Gesprächen wieder die Rücktour antreten konnten. Unser Abrudern wurde zum Schluss im Clubhaus noch durch Katjas erfrischenden Pfirsich-Quarkkuchen abgerundet – Danke dir! Moral auf Kölsch: Häste ooch ma kahle Föös, mach Disch nisch verröckt – am Ende widdet schöön!

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13./14.10.2018: Wiking-Sternfahrt

von Peter
Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen 20°C ging es am Samstag mit zwei Vierern los zur RG Wiking nach Neukölln. Die außergewöhnlich warmen Temperaturen erlaubten es uns, die Reise in kurzer Ruderbekleidung anzutreten. Und das Mitte Oktober‼!
Schon nach der Schurre der Spandauer Schleuse war offensichtlich, dass wir uns bei diesem Wetter nicht alleine auf den Weg gemacht hatten. Einen ersten Eindruck über die Anzahl der Boote konnte man in der Schleuse Charlottenburg gewinnen, wo auch Geschichten über Flaggenraub und anderen wilden Brauch zum Besten gegeben wurden.
Die Schleuse war jedenfalls rappelvoll und es war sicher nicht die erste Fuhre Boote an diesem Tag.

Weiter ging es auf der Spree zum Landwehrkanal, wo mit der Schleuse Tiergarten das nächste Nadelöhr wartete.
Auf der Oberspree konnte man erleben, was "Wassersport" an warmen Tagen in Berlin heißt. Ob Tretboot, Partyschiff oder SUP, alles ist unterwegs und man kam ganz schön ins Rudern. Am Treptower Park wurde noch ein kurzes Päuschen eingelegt - wenn man denn einen Platz bei den Menschenmassen fand.

Die Ankunft bei Wiking gegen 17.00 Uhr war mit einer kurzen Wartezeit verbunden und die Siegerehrung für den Silbernen Riemen lief bereits. Nachdem die Boote auf der Wiese abgestellt und ein Tisch gefunden war, konnten Grill und Zapfhahn gestürmt werden.

Am Sonntag ging es pünktlich um 11 Uhr wieder zurück, und nach den freien Plätzen auf der Bootswiese zu urteilen waren wir schon spät dran.
Zurück ging es über die Abkürzung des Neuköllner Schifffahrtskanals, wo wir zur Erheiterung der immer noch oder schon wieder feiernden Wahlneuköllner beitrugen.

Vorbei am Maybachufer mit dem Getümmel des dortigen Marktes und einem waghalsigen Überholmanöver eines viel zu langsamen Solarschiffes in Kreuzberg wartete ein Plausch mit Gästen aus Dänemark in der Schleuse Tiergarten.

Gegen halb fünf kamen wir erschöpft und sonnengebadet wieder im Clubhaus an.
Die Sternfahrt 2018 war durch das super Wetter ein absolutes Highlight und trotz der längeren Wartezeiten an den Schleusen ein gelungener Ausflug.
Auch wurde den MW-Booten ein sehr flottes Reisetempo attestiert.


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30.09.2018: Fischessen

von Uuwe
Am 30. September war es wieder mal soweit, 13 Vereinsmitglieder hatten sich in die von Häuptling ausgehangene Liste zum gemeinsamen Fischessen bei Saffonia eingetragen und auch brav ihre Auswahl zwischen Forelle, Lachsforelle und Aal getroffen. Die Bestellung beim Fischer hatte Häuptling auch erledigt, so dass einem schönen Sonntagsessen nichts im Wege stehen sollte.

Auch das Wetter machte dem Wochentagsnamen alle Ehre und bescherte uns einen herrlichen Spätsommertag. Also machten wir uns mit Maris Stella, Alsterwasser und Zinna auf den Standardweg havelaufwärts. Ein erster Stopp bei Saffonia zeigte, die Vorbereitungen waren im Gang, es wurden sogar die Außentische präpariert. Zuvor sollten aber noch einige Ruderkilometer absolviert werden, so dass sich "zufällig" drei Vierer und ein Zweier am Ende des Niederneuendorfer Sees wiedertrafen. Eine solch starke Konzentration von MW-Booten an der "roten Rutsche" hatte ich die letzten neun Jahre noch nicht erlebt.

Danach ging es zurück zu Saffonia und unsere drei Boote wurden sorgfältig auf dem Saffonia-Gelände abgelegt. Etwas erstaunt stellten wir dabei fest, dass auch das Kirchboot vom RC Tegel bereits am Steg festgemacht war. Und siehe da, wir waren nur der zweite Sieger, auf den schönen Sonnenplätzen hatten es sich bereits Gäste eines dänischen Rudervereins bequem gemacht.

Unsere Vorfreude auf die nun zu verspeisenden Fische konnte das natürlich nicht trüben und bei einem Glas Bier schmeckten dann unsere Fische so lecker wie immer. Wie zu erwarten waren die Fische für viele auch wieder zu groß, so dass die meisten Ruderer mit einem zusätzlichen Lunchpaket die Rückfahrt antraten. Selbstverständlich aber erst, nachdem auch wir noch die letzten Septembersonnenstrahlen auf der inzwischen freien Sonnenterrasse genossen hatten!


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21.-23.09.2018: Rudertour Vereinshaus - Müggelsee - Dahme - Spree - Vereinshaus

von Ricarda
Die Septembersonne spiegelt sich im Havelwasser, die Stadtgeräusche wehen leise zu uns herüber, die Boote platschen ins Wasser, nichts deutet auf die kommende Unbill hin. Bei schönstem Ruderwetter legen die beiden Vierer am Freitagmorgen – auch eine Braunschweigerin ist mit im Boot – in bester Stimmung und Erwartung größter Rudertaten vom Vereinssteg ab.
Die Schleusentore Richtung Süden öffnen sich in Sekundenschnelle wie von Geisterhand, wir starten durch und freuen uns über die schöne, rasche Fahrt.

Wir Neulinge sind auf Jungfernfahrt und ganz aufgeregt.

Im Urbanhafen legen wir an und erfrischen uns zur Mittagsstunde. Die Krankenhauskantine bietet Würstchen, das Restaurantschiff Brot und Humus. Fasziniert beobachten wir die Sandwolken, die über Wiese und Wasser wehen, Vorboten des Wetterwechsels.

Wir brechen auf, setzen uns rasch nach der Stärkung in die Boote und gleiten an den Kreuzberger Ufern entlang. Reges Leben an der Uferböschung zieht unsere Blicke an, dort sitzen Touristen, die ins Handy schauen, fotografieren (sicher gehen unsere Bilder um die Welt), Bier trinken, quatschen, mit Hunden spielen, essen, grillen, spielen. Wir bewundern die Brücken, die wir von unten sehen, unsere Steuermänner kennen sie alle, wir sind beeindruckt. Berlin hat rund 2100 Brücken laut Wikipedia (Venedig nur 435).
In unserem Boot sitzt Häuptling-Prominenz und wird beständig gegrüßt. Wir sind beeindruckt. Graue Wolken ziehen auf, wir rudern schneller und verzichten sogar auf einen Besuch der Freundschaftsinsel. Der leichte Unmut über den Pausenverzicht wird von auffrischendem Wind und grau dräuenden Wolken verdrängt.
Eine letzte Rast am Steg der Treptower Rudergesellschaft verschafft uns die Kraft, uns dem aufkommenden Unwetter entgegen zu stemmen.

Plötzlich, wenige letzte Kilometer in Köpenick, kurz vor dem rettenden Ziel, dem Ruderclub Ägir, bricht ein höllischer Sturm los. Die Bäume biegen sich, Schaumkronen kräuseln das Wasser, der Sturm treibt eines der Boote vor sich her im peitschenden Regen und das andere ans Ufer. Die Mannschaft sucht Schutz unter überhängenden Bäumen und wartet, bis sich das Unwetter soweit beruhigt, dass wir sicher Ägir erreichen können. Dort ist kurz vorher unser 1. Boot angekommen. Ein giftgrüner Blaualgenbelag liegt vorm windgeschützten Steg, so etwas haben wir noch nie gesehen. Das grüne Zeug klebt am Boot fest. Wir sind froh, in Sicherheit zu sei. Wer hätte sich das morgens vorstellen können?

Abends besprechen wir unsere Abenteuer in der gemütlichen Ägir-Gaststätte.

Der Verein hat seinen Sitz (Spreestr. 1) in unmittelbarer Nähe des Großen Müggelsees und wurde am 29. April 1914 als „Cöpenicker Rudergesellschaft“ gegründet wurde. Acht Ruderbegeisterte (symbolisiert durch die 8 roten Quadrate in der Ägirflagge) trafen sich damals in einer Gaststätte und riefen den Verein ins Leben. Mit dem Beitritt zum Deutschen Ruderverband 1922 erfolgte die Namensänderung zum Berliner-Ruder-Club Ägir e.V. Da dem Verband bereits ein „Cöpenicker Ruderverein“ angehörte, war diese Namensänderung erforderlich.

Während der Nacht kühlt es ab. Beim Frühstück sind wir bester Stimmung. Der Gastwirt erzählt interessant von seinen sportlichen Erfolgen, er ist ein Ultramarathonsportler. Das Morgenmahl ist umwerfend lecker. Wir sind gespannt, wie's weiter geht, lediglich leicht besorgt wegen der Sturmwarnung. Wird der Müggelsee uns freundlich empfangen?

Er versucht es, der Himmel ist noch überwiegend blau. Nur ein kleines Lüftchen ist zu spüren. Wir fassen Mut und beginnen die Überquerung. Da frischt es auf, immer größer werden die Wellen, sie haben Schaumkronen, das Boot liegt durch den Seitenwind unruhig im Wasser. Die erfahrenen Ruder und Ruderinnen stabilisieren Boot und Seele der weniger Erfahrenen, und wir schaffen die Überquerung, ohne in allzu große Bedrängnis zu geraten.

Nun legen wir in Neu Venedig an und sind froh, festes Land unter den Füßen zu spüren. Häuptlings Mütze weht ins Wasser, geht unter und wird geistesgegenwärtig fachmännisch vom nassen Grund gerettet. Es ist kühl, wir ziehen weiter. Es beginnt ein wunderbarer Abschnitt unserer Ruderreise. Zwischen Rahnsdorf und Hessenwinkel verzweigt sich die Müggelspree lagunenartig in kleine Kanäle. Ein zauberhaftes Zusammenspiel von Wasser, Natur und Leben.
Glücklicherweise bleibt es trocken. Wir passieren den Gosener Kanal, rudern durch den Dämeritzsee, den Seddinsee und entlang der interessanten Regattastrecke in Grünau.
Zitat aus Wikipedia "Sie war Austragungsort der Ruder- und Kanuwettbewerbe der Olympischen Spiele 1936. Die Strecke ist 2000 Meter lang und bietet sechs Bahnen bei Ruderwettbewerben, neun Bahnen für den Kanusport und ist Eigentum des Bezirks Treptow-Köpenick. Heute werden dort Regatten im Rudern und Kanurennsport, Veranstaltungen im Kanupolo, mit Drachenbooten sowie Motorbootrennen ausgetragen. Aufgrund des Schiffsverkehrs und der Strömung der Dahme entspricht die Strecke allerdings nicht mehr den heutigen Anforderungen an internationale Meisterschaften. Die erste offizielle Ruderregatta auf der Strecke fand am 27. Juni 1880 statt, und sie ist damit die älteste Sportstätte Berlins, die immer noch genutzt wird."
Wir besichtigen vom Boot aus die Wettkampftribüne, einige haben das sehr spannende Buch "Das Wunder von Berlin: Wie neun Ruderer die Nazis in die Knie zwangen" gelesen, und sehen nun den Ort des packend beschriebenen showdowns.

Zufrieden erreichen wir Ägir und schlafen tief ein (manche auch nicht so tief) nach der reichlichen Mahlzeit in gemütlicher Runde in der Braustube um die Ecke.
Am nächsten Tag heißt es zurückrudern, der Morgen beginnt schön, die Luft ist frisch, die Sonne scheint, wir brechen auf und hoffen, dass der prognostizierte Regen doch nicht kommen wird.

Die Rückfahrt ist rasch erzählt: Wir werden von unzähligen Hausbooten vor der Oberschleuse aufgehalten, sie überholen uns zunächst und werden bevorzugt mit den Ausflugsschiffen durchgelassen. Nach rund 90 Minuten sind wir dran und froh, uns endlich bewegen zu dürfen. Danach ereilt uns das Regenmonster, es hält uns von einer verdienten, längeren Pause im Urbanhafen ab, und entfaltet Kraft, Kälte und peitschende Güsse.

Die Moral hält bis nachhause, wir stürzen vollkommen durchnässt und kalt bis auf die Knochen ins warme Vereinshaus, wo liebe Ruderkameraden/innen für uns Kuchen und Kaffee hinterlassen haben. Wir bedanken uns bei Jürgen, der die wunderbare und interessante Tour für uns hervorragend organisierte, alles war sehr gut vorbereitet, es gab nur leichte Verständigungsprobleme mit Petrus.

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19.08.2018: Familiensportfest - Investition in die Zukunft?

von Rainer
Anlässlich des Familensportfestes 2018 waren wir als MW an einem Gemeinschaftsstand bei der DJK vertreten. Der DJK-Sportverband ist der katholische Sportverband in Deutschland mit etwa 500.000 Mitgliedern in ca. 1.100 Vereinen. Er ist heute für alle offen, die seine Ziele mittragen. Der Märkische Wassersport ist ein Verein von den ca. 1.100 Vereinen, da er 1926 vom katholischen Pfarrer Dr. Carl Sonnenschein als sportliche Gemeinschaft gegründet wurde. Von der DJK erhalten wir ab und an sachorientierte finanzielle Unterstützung; Agnes, Klaus, Mario und ich waren in diesem Sinne als Werber in eigener Sache im Rahmen der DJK unterwegs. Der LRV hatte seinen eigenen Stand.

Dem spitzenmäßigen Wetter sei es gedankt, dass die Prognose, dass wir kaum was zu tun hätten, nicht eintrat. Punkt 10:00 Uhr erquoll sich eine schier endlos erscheinende Masse eines, sagen wir mal, äußerst bunten Volkes, in die Arena und an uns vorbei. Logisch, dass da was hängenblieb. Zeitweise war die Schlange am Ruderergo, mit dem wir den zumeist in einem Zeitraum zwischen frisch aus den Windeln entschlüpft bis "beginnend pubertär" sich andienenden Jungvolk das Rudern nahbringen wollten, doch recht lang.

Am besten fand ich die Väter, die den Jungs mal richtiges Rudern zeigen wollten, sich jedoch schnell, zur Vermeidung der Versäuerung der Muskeln, auf dem Ergo beruhigten oder nach 10 Schlägen der Auffassung waren, dass damit dem Ego bzw. der Exposition genüge getan war.
Doof nur, dass wir keine Abteilung in diesen Altersklassen haben.

Gegen den Biathlon Schießstand der DJK hatten wir so gesehen keine Chance, trotz allem finde ich es wichtig, sich so zu vertreten..
Wünschenswert wäre für die Zukunft ein "MW- Aufsteller" (easy-roll-up) als Werbefläche. In diesem Sinne war es vielleicht eine Investition in die Zukunft.

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11.-19.08.2018: Neckarwanderfahrt

von Christian
Wie ihr wisst, war ich mit 11 weiteren Ruderern auf dem Neckar von Esslingen bis Heidelberg unterwegs. 7 Tage auf dem Wasser, Etappen zwischen 16 bis 34 km, 24 Schleusen durchquert und insgesamt 175 km im Boot zurückgelegt.

Ja, die Schleusen waren am ersten Tag das große Problem. Wenn man beim RV Esslingen vor der Schleuse im Oberwasser einsetzt, muss man eine Talschleusung für die Schleuse Oberesslingen anmelden und nicht in Esslingen. Dadurch und durch den Umstand, dass der für 7 Schleusen zuständige Schleusenwärter nicht auf seinen Monitor schaut, zwei C-Vierer nicht erkennt, brauchte unser erster Schleusenvorgang rund 2 Stunden. Die Schleuse Esslingen ging dann sehr schnell. Die Schleuse Obertürkheim hatte es dann wieder in sich. Der Schleusenwärter verwies uns an die Umtrage, die bekanntermaßen für uns Ruderer ungeeignet ist. Erst eine persönliche Begutachtung durch den Schleusenwärter, der ein Therapie-Telefonat durch unsere Psychologin voranging, und einer ausführlichen Erläuterung, wie ein Ruderboot konstruiert ist, durch Holger, den Ex-Bootswart vom Phönix, führte dazu, dass wir die restlichen 21 Schleusen ohne Probleme passieren konnten.

Die Etappen waren Esslingen, Bad Cannstatt, Marbach, Lauffen, Bad Wimpfen, Neckarelz, Eberbach und Heidelberg. Übernachtet haben wir in Pensionen, Hotels und im Kloster. Letzteres war eine neue Erfahrung. Die Zimmer und Sanitäreinrichtungen hatten den Charme der frühen 60er Jahre, aber das Klosteressen und die Ruhe, die innerhalb der Mauern herrschte, war eine besondere Erfahrung. Man war quasi aus der Zeit gefallen.

Schön wars, der Neckar, ein Fluss, an dem man in dem einen Augenblick durch ein Industriegebiet rudert, dann an Weinbergen vorbei, um sich dann im Odenwald wiederzufinden. Einfach nur schön! Das lag zum einen an der bunt gemischten Rudercrew, Vielruderer, bei denen km 2.000 während der Fahrt durchliefen, und solchen, die ihre ersten 99 Jahreskilometer auf dem Neckar erruderten. Ja und alles ging nur durch unseren wunderbaren Dauerlanddienst. Wer sich schweren Herzens entschlossen hatte, der Fahrt fernzubleiben, hat etwas verpasst. Es soll aber 2019 auch wieder eine solche Tour geben. Für die, die sich schon mal einen Termin notieren wollen, letzte Woche im August/erste Woche im September 2019.

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21.07.2018: Radtour

von Doris
Gerd und Rena hatten für Samstag, den 21. Juli, zu einer Radtour eingeladen. Um Punkt 10 Uhr ging es für die meisten Ausflügler am Spandauer Hauptbahnhof los. Von dort führte Dieter den sieben Personen starken Trupp fachkundig durch die grünen Auen von Spandau. Zunächst ging es Richtung Falkenhagener See. Dann ging es wieder ein Stück zurück und im Spandauer Forst trafen wir auf Gerd und Rena, die von Konradshöhe aus gestartet waren. Nach einer kleinen Stärkung mit gartenfrischen Tomaten für alle fuhren wir dann an mehreren Badestellen vorbei in Richtung Eiskeller. Von dort ging es zielstrebig zur Einkehr in den Schwanenkrug. Nach der Mittagspause radelten wir – durchgängig pannenfrei – und in guter Stimmung Richtung Havel. Am Ufer fuhren wir südwärts zur Autofähre und ließen uns von ihr "rüberholen". Auf der anderen Seite angekommen radelten wir entlang des Bärbelwegs ohne Umwege zum letzten Ziel: zu Kaffee und Kuchen bei Rena. Für diesen sehr schönen und gelungenen Ausflug ein herzliches Dankeschön an Gerd für die Organisation, an Rena für die Einladung und Begleitung sowie an Dieter für die Führung.

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16.06.2018: Sonne, Luft, Wasser und Fleisch - Grillfest

von Jacqueline
An einem wundersonnigen Samstag Nachmittag haben wir uns im Verein zum Grillen getroffen. Nadja brachte ihre Slackline mit und bis zum Angrillen lief es bei ihr und der tapferen Luisa schon sehr gut mit dem Überqueren der ganzen Strecke. Zumindest ein-/zweimal haben die beiden es geschafft. Andere Freiwillige haben es zwar nicht soweit gebracht, dafür konnten bei einer Runde Volleyball andere Talente bewiesen werden. Für die Zuschauer gab es Kaffee und Kuchen, sodass rundum alle zufrieden waren.

Nach soviel Konzentration war eine Erfrischung nötig: Gesagt, getan haben sich einige in den Kanal gestürzt. Dabei wurde munter eine Frisbee hin und her geworfen, die zum Glück auch schwimmfähig war, andernfalls hätte sie die noch verbesserungsfähigen Wurf- und Fangfähigkeiten der Beteiligten wohl nicht überlebt. Auch das möglichst spritzarme Springen vom Steg wurde geübt, damit Katja trocken blieb und uns so weiter die Frisbee, die hin und wieder an Land landete, zurück werfen konnte.

Nachdem alle wieder an Land und trocken waren, machte sich auch der Hunger bemerkbar. Je näher der Uhrzeiger sich 18:00h näherte, desto lauter wurden die Rufe (insbesondere von Angelika), dass der Grill doch endlich anzuzünden sei.
Nach einigem Hin- und Her, ob man nicht doch noch warten solle, bis alle, die sich angekündigt hatten, auch da seien, wurde dies auch gemacht.
In der Zwischenzeit war drinnen ein riesiges Buffet aufgebaut worden, woran man sich alleine schon sattessen konnte. Statt weniger zu werden wuchs das Buffet im Laufe des Abends sogar noch an, als die Nachkömmlinge nach und nach eintrafen.

Die Grillmeister und -meisterinnen wechselten sich ab, sodass alle zum Essen kamen. Zu Grillen gab es wie immer viel zu viel und danach waren die Bäuche gut gefüllt.
Zum Nachtisch gab es noch eine Runde Nostalgie, als Katja und Angelika die Fotobücher aus den letzten Jahren und Jahrzehnten heraussuchten. Luisa war besonders gut darin, ihren Papa auf allen Fotos zu identifizieren, auch wenn nur der Hinterkopf zu sehen war.
Somit konnten abends alle gut gesättigt und gut gelaunt nach Hause fahren, aber nicht zu spät, am nächsten Tag musste ja wieder gerudert werden!

Die Beteiligten sind sich sicher einig, dass das gemeinsame Grillen gerne wiederholt werden kann.

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10.-13.05.2018: "Kleine Wanderfahrt" auf dem Rhein

Tag 1: Do, 10.05.2018: Worms - Oppenheim (36 km)
(von Katja)
Auf der Wanderfahrt im Juni 2017 von Lindow nach Berlin haben uns zwei Kölner Ruderer begleitet und die brandenburgischen bzw. Berliner Gewässer etwas kennengelernt. Quasi im Austausch dafür nahmen 10 MWer über das verlängerte Himmelfahrts-Wochenende an einer Wanderfahrt auf dem Rhein von Worms nach Köln teil, die Christoph E. aus Köln organisiert hat. Schon Mal an dieser Stelle herzlichen Dank für die tolle Fahrt an Christoph und seinen "Vermittler" Harald S.

Es trafen sich also an Himmelfahrt 9 (mehr oder weniger) muntere MWer (Harald S., Angelika, Nadja, Jürgen, Mario, Agnes, Birgit, Uwe, Katja) am Bahnhof in Spandau, um den Zug um 04:46 Uhr Richtung Mannheim zu nehmen. Unsere "auswärtige" Jorita hatte Glück und konnte etwas länger schlafen, sie stieg unterwegs zu.

Unter dem Motto "Es ist schöner zu reisen, als das Ziel zu erreichen – Die Deutsche Bahn" stellten wir an unserem Umstiegs-Bahnhof Mannheim beim Erreichen von Gleis 11 fest, dass unser Zug heute von Gleis 1 fahren sollte. Wir wechselten also den Bahnsteig und warteten geduldig auf unseren auf der Anzeige von Gleis 1 als pünktlich angezeigten Zug. Quasi zum geplanten Abfahrtszeitpunkt ertönte die Durchsage, dass unser Zug auf Gleis 11 zur Abfahrt bereit stünde. So kam es, dass wir die erste Sporteinheit des Tages bereits um 9:45 Uhr auf dem Mannheimer Bahnhof hinter uns gebracht hatten.

Letztlich kamen wir aber ganz pünktlich in Worms an und trafen dort nach einem kurzen Fußweg auf unsere 7 Kölner Mitruderer (Christoph, Moni, Daniel, Ulli, Elke, Thomas und Christian), die bereits drei Vierer startklar gemacht hatten. Nachdem unser Gepäck im Auto des Landdienstes verstaut worden war, legten wir bei anfangs leichtem Nieselregen die ersten Ruderkilometer entlang eines eher unspektakulären Streckenabschnitts in der Strömung des Rheins zurück.

In Oppenheim angekommen erwartete uns ein im Kofferraum des Begleit-Autos vom Landdienst aufgebautes "Buffet", an dem wir uns hungrig und dankbar bedienten.

Nach etwas verspätetem Eintreffen des letzten Bootes startete das auf den Nachmittag des Himmelfahrt-Tages komprimierte gesamte Kulturprogramm unserer Wanderfahrt:
Zunächst erhielten wir eine Führung durch das Oppenheimer Keller-Labyrinth, um im Anschluss mit einem von einem Traktor gezogenen Planwagen durch die Weinberge zu fahren.

Währenddessen durften wir die ersten Weine bzw. Traubensaft zusammen mit Brezeln verkosten, um uns in der Pause mit Kaffee und Kuchen zu stärken. Nach einem Abstecher ins Hotel zum Erfrischen ging es auf den familiengeführten Paulinen-Hof zum Grillen und zur eigens für uns durchgeführten Wein-Verkostung. Wir lernten dabei, wie Cuvée zustande kommt (nämlich aus den gesammelten Restproben der verschiedenen probierten Weinsorten ;-) und wie man in vier Schritten Wein mit Schokolade genießt (1. Wein trinken – 2. Schokolade zerkauen – 3. einen Schluck Wein dazu und mit der Schokolade im Mund mischen – 4. Wein und Schokolade gemeinsam schlucken) und dabei vier verschiedene Geschmacksempfindungen nachvollzieht. Und obwohl bereits der Weinhändler selbst zugab, dass diese Geschmacksempfindungen am ehesten situativ gebunden (also in unserem Fall an das Grillen in der Scheune des Paulinen-Hofs) seien, ging seine Verkaufsstrategie letzten Endes auf und etwa 30 Flaschen Wein bzw. Traubensaft fanden den Weg nach Berlin bzw. Braunschweig.

Abends ging es dann mit dem Auto zurück ins 2,5 km entfernte Hotel, wo wir feststellen mussten, dass Mario, der wegen seiner Schmerzen dort geblieben war, nicht mehr da war, da er eine Rettungsstelle aufgesucht hatte, um sich "einrenken" zu lassen. Er traf dann mit der Hoffnung auf eine Besserung der Schmerzen kurz nach uns auch wieder im Hotel ein. So ging der erste Tag, nachdem alle fehlenden Zimmerpartner ohne Zimmerschlüssel wieder eingetroffen waren (auch das aufgrund von schlechter Kommunikation leider einmal überflüssig gefahrene Auto-Shuttle-Duo Agnes und Harald – trotzdem danke), schließlich zu Ende.

Tag 2: Fr, 11.05.2018: Oppenheim - St. Goar (75 km)
(von Angelika)
Nach einem Frühstück zu humaner Zeit machten wir uns auf den Weg zu den Booten. Da diese 25 km entfernt waren, planten wir, den Transport im 3-Shuttle-Service durchzuführen. Bei der ersten Fuhre (die starken und kräftigen Männer) war Christophs Auto mit 7 Personen voll. Während der Fahrer (Christian) die zweite Gruppe holte, brachten die Männer schon mal alle Boote zu Wasser und bereiteten soweit alles für die Abfahrt vor. Sie hatten aber nicht damit gerechnet, dass die (schlanken) Frauen den Shuttleplan überdacht und sich zu Neunt ins Auto gequetscht haben, damit alle 14 Ruderer möglichst früh an den Booten waren. Agnes wurde zuletzt von Christian zusammen mit dem Gepäck eingesammelt und machte ebenfalls Streckendienst. Mario machte sich krank mit dem Taxi erneut auf den Weg in die Mainzer Klinik.

Die erste Aussteigpause gab es nach 23 km, die Mittagspause dann nach weiteren 26 km in Bingen. Der Streckendienst hatte gute Arbeit geleistet und lauter Leckereien vorbereitet, über die wir uns hungrig hermachten. Von der Terrasse hatten wir einen guten Blick auf die Strömung im Binger Loch, die wir zum Glück bergab fahren wollten. Ein Motorboot hatte bergauf für eine Strecke von ca. 200 m über eine Stunde gebraucht!!!

Die letzten 26 km des Tages gehören zu den schönsten, aber auch nicht ungefährlichsten des Rheins, so dass ab hier nur die Rheinobleute ans Steuer gelassen wurden. Sogar das fußgesteuerte Boot wurde auf Handbetrieb umgestellt; Streckendienst hatte netterweise Moni übernommen. Vorbei am Binger Mäuseturm, Kaub und den Wahrschaustrecken vor der Loreley erreichten wir nach insgesamt 75 km ziemlich erschöpft gegen 18.00 Uhr den Steg vom Wassersportverein St. Goar. Bei der im 200 m entfernten Hotel vorgenommenen Zimmereinteilung gab es spontane Adoptionen von zusätzlichen Mitschläfern. Zum Duschen hatten wir dann 50 Minuten Zeit, was in einem Vierbettzimmer mit einer Dusche schon zum Beeilen drängte. Moni hatte kurzfristig einen Tisch in der Altstadt bestellt, an dem wir unser wohlverdientes Abendessen (mit anschließendem Eis aus der benachbarten Eisdiele) genießen konnten.

Mittlerweile hatten wir Nachricht von Mario und waren über die Untersuchungsergebnisse aus der Klinik ziemlich geschockt - die "Rückenschmerzen" hatten eine andere Ursache. An ein Zurückkehren zu uns war leider nicht zu denken.
Müde sind wir ins Bett gefallen und haben nur teilweise mitbekommen, dass die unzähligen Züge gefühlt direkt über unsere Kopfkissen fuhren – und das, obwohl das Gerücht kursierte, nach 22.30 Uhr würde nichts mehr fahren ...

Tag 3: Sa, 12.05.2018: St. Goar - Bad Honnef (85 km)
(von Angelika)
Heute hatten wir ja einen kurzen Weg zu den Booten, so dass wir um 9.00 Uhr auf dem Wasser waren – schließlich lag eine lange Strecke vor uns. Pausen waren wieder mehrere geplant: eine nach 30 km – dazu machten wir einen kurzen Abstecher in die Lahn und legten bei der RG Lahnstein an. Zur Mittagspause legten wir nach weiteren 26 km in Neuwied an und ließen es uns mit Hackepeterbrötchen, Joghurt, Kuchen und Obst gut gehen. Jeweils wurde ein Streckendienst getauscht und nach der einstündigen Pause wurden die letzten 29 km in Angriff genommen.

Gegen 17.30 Uhr kamen wir noch kaputter als gestern in Bad Honnef an. Einige stärkten sich gleich im Ruderverein mit Kölsch, andere "überfielen" auf dem Weg zum Hotel eine Eisdiele. Zum Glück wurde auch das Handgepäck mit dem Auto transportiert, so dass wir einigermaßen erholt unsere Suiten belegen konnten. Wieder waren wir auf der Flucht und hatte nur eine knappe halbe Stunde zum Duschen.

Im "alten Rathaus" fanden wir zwar Plätze für (jetzt nur noch) 15 Personen (Moni hatte sich bereits verabschiedet – sie musste am nächsten Tag arbeiten), diese hätten aber an unterschiedlichen Tischen gelegen. Netterweise hatte eine andere Gruppe mit uns die Tische getauscht, so dass wir doch gemeinsam speisen konnten. Ein Stehgeiger fidelte um unseren Tisch herum (Agnes Gesichtsausdruck sprach Bände ...) und wartete auf Entlohnung, wir aber ignorierten ihn. Schließlich fielen wir nicht sehr spät in die Betten.

Tag 4: Sa, 13.05.2018: Bad Honnef - Köln (42 km)
(von Harald S.)
Der Wetterbericht, am Vorabend angesehen, versprach Regen und Gewitter. Leider hat er gestimmt, zum Glück waren die Gewitter aber schon in den frühen Morgenstunden durchgezogen, so dass noch Hoffnung bestand. Auf dem Weg vom Hotel zum WSV Honnef tröpfelte es nur noch und auch beim "Zu-Wasser-Bringen" der Boote lohnte noch keine Regenkleidung. Wer aber, wie ich, gehofft hatte, dass die normale Wetterjacke als Schutz ausreichen würde, sah sich bald getäuscht. Es fing richtig an zu pladdern und wurde auch noch windig (natürlich von vorn). Da auch die Landschaft auf dieser Etappe nicht unbedingt zur Erwärmung beitrug, wollten alle nur schnell das Elend hinter sich bringen.

Da eigentlich keine Anlegepause geplant war, war ich froh, dass aus meiner Mannschaft der Streckendienst abgezweigt worden war und wir somit doch einen Halt in Mondorf zum Tausch des Landdienstes machten. Im Begleitfahrzeug waren trockene Klamotten. Es war mir auch völlig egal, mich auf dem Parkplatz hinter dem Auto komplett auszuziehen, die nassen Sachen mussten einfach runter. Die letzten 24 km wurden dann in richtiger Regenkleidung gerudert. Lange Pausen gab es nicht, unser Steuermann hat trotz dichter Kleidung nur noch gebibbert. Während einer ca. 5-minütigen Pause sind wir dann doch sage und schreibe 50 m von der Strömung weiter gebracht worden, weil der Gegenwind diese quasi aufgehoben hatte.
In Köln sind wir rechtzeitig angekommen, ein Problem, unseren Zug zu erreichen gab es zum Glück nicht. Leider entstanden dann ein paar Missverständnisse (das Boot bleibt auf dem Bock liegen / nein, es wird abgeriggert und verladen; wir essen noch in der neu eröffneten Kneipe im Bootshaus / nein, wir essen am Bahnhof und sehen uns noch schnell den Dom von außen an).

So hatten wir uns dann am Bahnhof erst einmal getrennt und zu 15:15 Uhr auf dem Bahnsteig verabredet. Obwohl wieder einmal das Abfahrtsgleis des Zuges geändert worden war, war unsere Gruppe pünktlich wieder vereint. Nicht pünktlich kam unser Zug, es war sogar ein ziemliches Chaos am Bahnsteig, weil 2 Züge gleichzeitig am Bahnsteig hielten und die Reisenden nicht wussten, wohin sie rennen sollten. Für unseren Zug war eine umgekehrte Wagenreihung angesagt. Wegen des geänderten Gleises war aber die Normalreihung nicht zu finden, mit dem Erfolg, dass wir dann nach Einfahrt des Zuges erst einmal an zig Waggons vorbeirennen mussten, um zu raten, ob nun die elektronische oder die analoge Beschriftung der Waggons gilt. Wir hatten uns für die elektronische entschieden und andere Reisende von "unseren" Plätzen verjagt (und hinterher erfahren, dass in dem anderen Waggon die Klimaanlage auf Dauerheizen stand). Selbst ein Halt auf freier Strecke wegen einer nicht ganz geschlossenen Tür konnte nicht verhindern, dass wir eine Minute vor (!) planmäßiger Ankunft in Spandau eintrafen und uns nach einer kurzen Verabschiedung auf den individuellen Heimweg machten.
Ssänk ju for Träwelink wiss Deutsche Bahn


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