Eine kurze Vereins-Chronik

Dr. Carl Sonnenschein 1926 gegründet von Pfarrer Dr. Carl Sonnenschein als katholische, sportliche Gemeinschaft, die den Menschen, auch und gerade aus sozial einfachen Verhältnissen, Wassersport (Segeln, Rudern, Kanufahren) auf Märkischen und Berliner Gewässern ermöglichen sollte. Aktiv geworden sind aber nur die Ruderinnen und Ruderer. Schon bei der Gründung des Vereins gab es neben der Herren- und Jugendabteilung eine selbständige Damenabteilung. Was zu jener Zeit im Rudersport außergewöhnlich war, da die Vereine noch nach Geschlechtern getrennt waren.

Der MW hatte, wie viele Berliner Rudervereine, eine wechselvolle Geschichte. Zwischen Gründung und Heute lagen Krieg mit dem Verlust vieler Ruderkameraden und des gesamten Bootsmaterials, Wiederaufbau, dann Mauerbau und unfreiwillige Trennung von Mitgliedern, Wiedervereinigung und die Chance alte, neue Reviere zu errudern und auch die Sorge um den Fortbestand, da die Konkurrenz im Freizeitsport größer geworden ist. Diverse Standortwechsel und Neubauten haben das Vereinsleben zusätzlich abwechselungsreich gestaltet und den Zusammenhalt gestärkt.

Das sportliche und gesellige Vereinsleben kam aber, trotz der vielen Ortswechsel und Bautätigkeiten, nie zu kurz. Zunächst pflegte der Verein das Wanderrudern und beschränkte sich auf die Teilnahme an "Biertopf-Regatten". Bis dann eine Phase des Rennruderns anbrach, bei der Mannschaften und Renngemeinschaften manchen Sieg oder gute Platzierungen holten. Diese Aktivitäten setzen sich nach 1949 mit leistungssportlichen Erfolgen der Kinder- und Jugendmannschaften fort. In den 90ern wurden dann einige Siege der Männer auf Langstreckenrennen errungen. Zuletzt siegte eine Mixed-Mannschaft bei "Quer durch Berlin 2004".
Doch das Wanderrudern gewann wieder die Oberhand. Und als ein nicht so mitgliedsstarker Verein können wir regelmäßig stolz auf rd. 21.000 bis 23.000 Jahreskilometer blicken, die auf in- und ausländischen Gewässern errudert wurden. Wie die meisten Berliner Rudervereine nutzen wir das ganze Jahr - wenn uns das Eis nicht aufhält - zur sportlichen Betätigung auf dem Wasser.

Denn nach dem Abrudern ist vor dem Anrudern.

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